02.07.2017 - 18:16 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Abschlusszeugnis an OTH-Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen Wirtschaft braucht die Ingenieure dringend

Die Absolventenliste der OTH-Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen könnte auch von einer Universität stammen. Jeder Vierte hat ein Masterstudium absolviert, einer promoviert.

Geschafft. Mit der akademischen Urkunde in der Hand lächeln die ehemaligen Bachelor- und Masterstudenten der Fächer Wirtschaftsingenieurwesen und Medizintechnik in die Kamera.
von Siegfried BühnerProfil

(sbü) "Die alte Fachhochschule hat sich komplett verändert", stellte der Dekan der Ingenieurwissenschaftlichen Fakultät der OTH in Weiden, Professor Franz Magerl bei der Absolventenfeier fest. Insgesamt 141 Absolventen erhielten ihr akademisches Abschlusszeugnis, darunter 37 mit abgeschlossenem Masterstudium. Der beste Master-Absolvent in Medizintechnik ist gerade dabei einen Doktortitel zu erwerben. Magerl, der von Beginn an bei dieser Fakultät dabei war, freut sich über diesen enormen Qualitätszuwachs der Hochschulausbildung in Weiden.

Um allen Studierenden der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen den passenden Rahmen für ihre Verabschiedung zu bieten, mussten getrennte Abschlussfeiern in zwei verschiedenen Hörsälen durchgeführt werden. "Diese Feier ist ein Ereignis, das man im Leben nie vergisst", sagte Prodekan Professor Magnus Jaeger. Er leitete die zweite Abschlussveranstaltung. Beide Redner blickten kurz zurück auf die persönlichen Entwicklungen, die sich im Laufe des Studiums ergeben haben. "Heute habe ich schick gekleidete junge Damen und Herren vor mir und frage mich, ob das die Gesichter von damals sind", sagte Jaeger. Er erinnerte auch an die vielen Auslandsaufenthalte während des Studiums und an alle internationale Aktivitäten. Interkulturelles Wissen und interdisziplinäres Arbeiten sowie Sprachen- und Managementkompetenzen seien im Studium gelernt worden.

"Werten treu bleiben"

Vor allem ging es in beiden Ansprachen um "den Blick nach vorne". Magerl forderte dazu die Absolventen auf: "Seien Sie würdige Träger ihres akademischen Titels." Ähnlich seine Bitte "Nehmen Sie in ihren kommenden Führungsaufgaben in der Gesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik entsprechende Verantwortung und Entscheidungsbereitschaft wahr." Magerl bat aber auch: "Erkennen Sie die Werte und bleiben Sie den Werten treu, denn ohne Werte sind Sie wertlos". Mit der Ausbildung hätten die Absolventen aber lediglich "Schlüssel" erhalten, die Türen müssten sie selbst öffnen, und: "Weise werden müssen Sie von alleine."

Zunächst erhielten 71 Absolventen der Bachelor-Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen (WI) und Medizintechnik (MZ) den akademischen Titel "Bachelor of Engineering". Als beste Absolventen wurden Tobias Kraus bei WI und Verena Huscher bei MZ ausgezeichnet. Die Medizintechnikerin hat diesen Abschluss bereits im Alter von 22 Jahren geschafft. Eine Masterurkunde im Fach Medizintechnik erhielten 14 ehemalige Studierende, bester Absolvent war Manuel Stich.

In Region verwurzelt

In der parallel dazu stattfindenden zweiten Veranstaltung an der OTH wurden im Bachelor-Studiengang Internationales Technologiemanagement (TM) 33 Absolventen zu "Bachelor of Arts" ernannt. Beste Absolventin dabei war Katharina Bruckner. "Master of Arts" dürfen sich inzwischen 23 ehemalige Studierende des Master-Studienganges "Interkulturelles Unternehmens- und Technologiemanagement" nennen. Als beste Absolventin wurde Eliana Braun ausgezeichnet.

Aus den Aussagen der jungen Akademiker war zu schließen, dass die Wege fast aller, die nicht weiterstudieren, in Betriebe in der Region eingemündet sind. Oft gibt es einen engen Zusammenhang zwischen Bachelor- oder Masterarbeitsthemen und den Beschäftigungsunternehmen. Gerade dies sei ein Vorteil der praxisorientierten Ausbildung an der OTH in Weiden, wie die Professoren wiederholt betonten.

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