04.03.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Auch Einstein fing klein an

Vielleicht wird jemand von den Schülern eines Tages ein bekannter Wissenschaftler. Der Anfang ist jedenfalls gemacht. Beim "Science Camp 2018" an der OTH konnte experimentiert werden

Vielleicht sieht man sich wieder: Gymnasiasten werden beim "Science Camp" in den Hörsaal geholt. Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

Am dritten "Science Camp" an der OTH nahmen 16 Schüler der zehnten Klassen aus verschiedenen Gymnasien der Region teil. 40 hatten sich beworben, nur der kleinere Teil konnte zugelassen werden. Drei Tage lang schlüpften die Jugendlichen in die Rolle von Experimentieren und Forschern und absolvierten ein umfangreiches Programm. "Auf ins Abenteuer Wissenschaft" hieß das Motto der Veranstaltung. Zahlreiche Hochschulprofessoren, Dozenten, Studenten und Hochschulmitarbeiter aus den verschiedensten wissenschaftlichen Bereichen der OTH betreuten die Nachwuchsforscher.

Ihre Experimente durften sie in eigener Verantwortung durchführen. Schließlich mussten ja dann auch in der Abschlussveranstaltung darüber berichtet werden. Ehrgeiz war dabei angesagt, denn die beste Präsentation sollte eine Auszeichnung erhalten. Ergänzend gab es auch ein Freizeitprogramm sowie Vorträge in Business-Knigge. Nach einer Einweisung am ersten Tag, bei der unter anderem auch ein echtes Schweineherz seziert wurde, durfte dann am zweiten Tag tatsächlich experimentiert werden. Unter drei Forschungsaufgaben konnte gewählt werden: EKG-Messungen an Versuchspersonen, Leistungsveränderungen im Alterssimulationsanzug sowie der sogenannte "Cold Pressure Test", bei dem die Auswirkungen des Eintauchens der Hand in Eiswasser auf Kreislauf und Nervensystem gemessen wurden. Anhand von konkreten wissenschaftlichen Messdaten wurden die Ergebnisse der Experimente vorgestellt. So unter anderem, wie gravierend sich Kniebeugen oder das Luftanhalten die Ausschläge im EKG verändert. Im Alterssimulationsanzug wurden gerade einmal knapp vier Liegestützen geschafft und das Treppensteigen dauerte doppelt so lang. Beim Kältetest erhöhten sich Blutdruck, Herzfrequenz und Schmerzempfinden deutlich.

Johanna Ziegler, Jonas Hammerschmid, Dennis Lehner und Nicolas Nolte erhielten die Urkunde für die beste Präsentation. Mit dem "Science Camp" will die OTH Interesse an naturwissenschaftlichen Studienfächern wecken, betonte Vizepräsidentin Christiane Hellbach. "Experimentieren im Schulalltag kommt oftmals zu kurz", stellte sie fest. Für den Ministerialbeauftragten Franz X. Huber geht es beim Camp darum, dass "diejenigen, die eine Begabung haben, auch die Chance bekommen, diese umzusetzen". Für die Organisation bedankte sich der Ministerialbeauftragte bei OTH-Professor Günter Kummetsteiner. Initiiert wurde die Reihe der "Science Camp"-Veranstaltungen vom Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Schwandorf. Lehrkräfte dieser Schule waren auch diesmal beteiligt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.