22.09.2009 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Auch Metalltechnik Krapf spürt nach zwei super Jahren die Folgen der Krise Höhenflug ausgebremst

Zwei Jahre lang hat's richtig gebrummt bei der Firma MTK Metalltechnik Krapf am Weidingweg. Die Auftragsbücher waren 2007 und 2008 prall voll. Bis eben die Finanzkrise mit voller Wucht zugeschlagen und die weltweit agierende Firma für Spezialmaschinenbau, Konstruktion und Projektierung ebenso auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat, wie so viele andere Betriebe auch.

von Autor UZProfil

"Wir hätten nie gedacht, dass die Krise so rabiat bei uns einschlägt", beschrieb der kaufmännische Geschäftsführer Stefan Windschiegl gegenüber MdB Albert Rupprecht und MdL Petra Dettenhöfer die Auswirkungen des Bankencrashs. Windschiegl leitet die Firma Metalltechnik Krapf gemeinsam mit Reiner Krapf, der vor Ort für die Technik verantwortlich zeichnet. Die Auftragslage sei aufgrund der innovativen Produktpalette nach wie vor zufriedenstellend. Der Betrieb sei gesund und könne sich selbst über Wasser halten, betonte Windschiegl. Aber Einbrüche seien spürbar. Viele Firmen habe es erwischt, weil die Banken ihre Restfinanzierung von Projekten "abgewürgt" hätten. "Für uns ist es wichtig, dass wir, wenn der Motor wieder anspringt, von den Banken nicht fallengelassen werden."

Appell an die Banken

Das derzeitige Fracksausen von Kreditsachbearbeitern in den Banken könne den Wirtschaftsaufschwung ganz schön behindern. Windschiegl: Sollten die Banker künftig zu sehr auf Sicherheit orientiert sein, könne das gehörig in die Hosen gehen. Sein Appell: "Wir brauchen zeitnahe und vernünftige Lösungen." Rupprecht verteidigte den Rettungsschild für die Banken: "Wenn die Bankenwirtschaft nicht funktioniert, kann die Realwirtschaft einpacken." Gleichzeitig schlug des Bundestagskandidat vor, im Fall der Fälle auch den Deutschlandfond oder die KfW zu bemühen. Sollte die Tigerentenkoalition aus CDU/CSU und FDP am Wahlsonntag klappen, prognostizierte er einen ziemlichen Ruck durch die Wirtschaft. Hingegen werde bei Schwarz-Rot wohl alles beim Alten bleiben.
Zur Betriebsbesichtigung hatte der CSU-Ortsvorsitzende von Weiden-West, Hans-Jürgen Gmeiner, eingeladen. Auch CSU-Listenkandidat Michael Bihler informierte sich über den Betrieb und nahm an der Führung durch das Werksgelände teil. Derzeit beschäftigt MTK Metalltechnik Krapf 35 Mitarbeiter. Sechs davon sind Auszubildende zum Mechatroniker. Reiner Krapf: "Wir haben vor, alle zu übernehmen."

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