Bauarbeiter übernehmen wieder das Zepter auf den Straßen der Stadt
Bagger vor der Nase

Die Regensburger Straße erhält eine neue Verschleißschicht. Auf der erneuerten Fahrbahn liegt jetzt Rollsplit. Bild: Wieder
 
Der Frost kriecht aus dem Boden. Die Bauarbeiter übernehmen wieder das Kommando. Und viele Autofahrer schauen - wenn auch nur vorübergehend - sprichwörtlich in die Röhre. Sie müssen Umwege und Staus in Kauf nehmen. Die Bausaison läuft. (Foto: Schönberger)

Der erste Kraftakt des Jahres ist gemeistert: Die Regensburger Straße ist wieder offen. Am Donnerstag kam eine neue Verschleißschicht. Deshalb war das Teilstück von Hagebaumarkt, Bahnunterführung bis zur Einmündung der Moosbürger Straße gesperrt. Das führte zu teils langen Rückstaus.

Und: Viele Autofahrer ignorierten die Hinweise auf die Sperrung. Sie fanden sich plötzlich vor und in der Baustelle wieder. Viele nutzten den "Fluchtweg" über den Parkplatz des Hagebaumarktes, um in die Leimbergerstraße zu kommen. Diese war schnell an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, ebenso die engere, zugeparkte Ermersrichter Straße - mit längeren Rückstaus an der Einmündung zur Frauenrichter Straße, im Bereich der Herz-Jesu-Kirche.

Das Tiefbauamt hatte die Arbeiten nach Hinweisen der Polizei in Auftrag gegeben, da es auf diesem Abschnitt zuletzt immer wieder zu Unfällen gekommen war: Die Fahrzeuge rutschten in den Kurven vor und nach der Unterführung auf die Gegenfahrbahn. Die Straße hat wieder vollen Grip - wenn der derzeit aufgebrachte Rollsplitt abgekehrt ist.

Stadtwerke im Hammerweg

Wer meint, die Baustelle an "Hammerweg-Brücke" und Johann-Sebastian-Bach-Straße hätte sich mit der Einstellung des Betriebes im November erledigt, der irrt. Denn "wie vorgesehen", so bekräftigt Jürgen Lehner, verantwortlich für den Kanalbau bei den Stadtwerken, sind die Arbeiten nun wieder aufgenommen worden. Und deshalb müssen alle, die auf der Ostmarkstraße von Süden ankommen und in den Hammerweg einbiegen wollen, einen deutlichen Umweg durch enge Siedlungsstraßen in Kauf nehmen. Die Kanalbauarbeiten in der Johann-Sebastian-Bach-Straße, an denen Fußgänger und Radfahrer problemlos vorbeikommen, dauerten bis zum 4. Mai.

Nach Aufhebung dieser Sperrung, so Lehner, werden die Kanalbauarbeiten bis zur Mozartstraße fortgesetzt. In diesem Bereich muss der Hauptsammler ausgewechselt werden. Der Hammerweg bleibt einseitig befahrbar. Die Baustelle soll bis Ende August abgeschlossen sein. Eine zweite Bau-Kolonne wechselt bis Anfang Juni den Kanal in der Mozartstraße aus. Im Anschluss daran geht es in der Beethoven- und Haydnstraße weiter. Insgesamt sollen die Kanalauswechslungen in diesem Bereich bis zum Jahresende abgeschlossen sein, versichert Lehner.

Während im hinteren Bereich der Hammerweg wenigstens halbseitig befahrbar bleibt, sind im vorderen Gebiet die Eingriffe noch massiver: An der Einmündung der Jahnstraße nämlich muss die Haupterschließungsstraße für Weidens nördlichen Stadtteil ab Mittwoch, 11. April, bis zum 9. Mai ebenfalls wegen Kanalbauarbeiten vollständig gesperrt werden. Hier werde "im Speziellen", so Lehner, zum Einsetzen eines neuen Schachtbauwerkes die gesamte Straßenbreite benötigt.

Ampelregelung

Für Busse und Anlieger steht eine Ausweichstrecke über Lessing- und Uhlandstraße zur Verfügung. Ebenso können die Bushaltestellen Salzbrücke/WTW und Jahnstraße der Linie 1 nicht angefahren werden. Im Kreuzungsbereich Dr.-Martin-Luther-/Lessingstraße erleichtern Ersatzampeln das Linksabbiegen aus Lessing- in die Dr.-Martin-Luther-Straße.

Im Jahresverlauf wandert die Baustelle in die Jahnstraße. Betroffen sind zudem Anton-Glöckner-/ Humbold- und Lessingstraße. Die Anlieger werden rechtzeitig vor Beginn der Baumaßnahme in den jeweiligen Straßenzügen informiert, versprechen die Stadtwerke.

Vorwarnung Angemerkt von Josef-Johann Wieder

Die Autofahrer haben, wenn auch nur mit lautem Klagen und Zähneknirschen, die Sperrung von Adolf-Kolping-Platz und Sedanstraße bewältigt, die Staus auf den Ausweichstrecken ertragen oder sind doch genervt über die längere Tour auf die Tangenten ausgewichen. Auch in diesem Jahr werden sie den Geduldsfaden brauchen, denn Baustellen gibt es genug.

Stadt und Stadtwerke investieren engagiert in die Verbesserung der Infrastruktur. Und das ist auch gut so: Niemand braucht veraltete Gas- und Wasserleitungen, überforderte Kanäle, zu kleine Regenrückhaltebecken, oder, was die Autofahrer tagtäglich stört: Schlaglöcher, Spurrillen, holprige Fleckenteppiche.

Für vier Wochen ist ab Mittwoch der Hammerweg dicht, der fast so viele Einwohner wie die Hauptstraße in Neustadt erschließt. Auch auf den großen Verkehrsachsen in der Innenstadt tauchen die Sperrschilder auf, etwa in der Nikolaistraße, in der Sonnenstraße, in den Naabwiesen und in der Schillerstraße, wo die Einmündung in die Luitpoldstraße als künftiger Zubringer zum NOC-Parkdeck umgebaut wird. Wie immer gilt: nicht quer durch die Stadt, sondern lieber raus auf die Tangenten. Dort geht's voran.
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