08.06.2017 - 21:46 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bayerns größte Verschmelzung von Volks- und Raiffeisenbanken perfekt Rudolf Winter führt neue Regionalbank

Die größte Fusion genossenschaftlicher Banken in Bayern steht: Am Donnerstagabend votierte die Vertreterversammlung der Volksbank - einstimmig - für die Verschmelzung mit der Raiffeisenbank Weiden und der Raiffeisenbank im Stiftland.

Weiden soll juristischer Sitz der künftigen Volksbank-Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG werden.
von Clemens Fütterer Kontakt Profil

Nach der Zustimmung von 100 bzw. 93,65 Prozent bei den vorausgegangenen Versammlungen ist nun der Weg frei für die "Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG" mit einer Bilanzsumme von 2,6 Milliarden Euro. VB-Vorstandsvorsprecher Rudolf Winter nannte die Entscheidung zukunftsweisend und historisch. OB Kurt Seggewiß bekannte, dass diese Fusion "nicht spurlos" an den Sparkassen vorübergehen werde.

Rudolf Winter wird zunächst an der Spitze der fusionierten „Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG“ stehen. Aus den derzeit sieben Vorständen werden ab 1. Januar 2019 vier: Thomas Ludwig, Rainer Lukas, Thomas Wirth und Bernhard Wolf (in alphabetischer Reihung).

Die „Väter“ der größten genossenschaftlichen Verschmelzung dieses Jahres in Bayern, Rudolf Winter, Hermann Ott als Vorstand der Raiffeisenbank Weiden und Vorstand Josef Strauß von der Raiffeisenbank im Stiftland, treten dann in Ruhestand. Altersbedingt. Für Strauß gilt zeitnah eine Altersteilzeit-Regelung. Auch der 17-köpfige „Interims“-Aufsichtsrat schrumpft schon im Frühjahr 2018 auf neun Mitglieder: Josef Kürner, Winfried Hecht, Josef Schwägerl, Liane Birne, Manfred Lehner und Herbert Preisinger (je zwei von den drei fusionierten Banken) sowie drei Aufsichtsräte aus den Reihen der rund 730 Mitarbeiter.
Wettbewerb über Qualität.
Die Volksbank übernimmt die „Gesamtrechtsnachfolge“. Aufsichtsratsvorsitzender Josef Kürner erinnerte nochmals an die „Tragweite und Bedeutung“ für eine „nachhaltige Zukunftssicherung“. „Die Ertragslage ist wichtiger als die Bilanzsumme“, relativierte Kürner die künftige 2,6 Milliarden schwere Bilanz. Vorstandssprecher Rudolf Winter betonte, dass bei der Verschmelzung nicht „drei Welten und Philosophien“ aufeinander stoßen, sondern genossenschaftliche Prinzipien den Mehrwert für die Mitglieder und Kunden bringen. Winter setzt bei der künftigen Geschäftsstrategie auf verstärkte Spezialisierung, „der Wettbewerb wird über Qualität entschieden“. Denn die herkömmlichen Bankdienstleistungen seien (im Online-Zeitalter) vergleichbar wie noch nie.
Den „zukunftsweisenden Verschmelzungsvertrag“ (Winter) beurkundete übrigens Notar Dr. Damian Najdecki.

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