"Bewusste Entscheidung" für mehr Zentralität
IT-Firma sucht Weg nach Weiden

Bei der Einweihung lobt OB Kurt Seggewiß das NOZ als "kleines, feines Gewerbegebiet mit guter Infrastruktur". Rechts der geschäftsführende Gesellschafter der Firma Secure-IT, Tobias Hacker. Bild: cf

Weiden/Luhe-Wildenau. "Bewusste Entscheidung" für Weiden: Die Firma Secure-IT wechselt von Luhe-Wildenau ins Nikolaus-Otto-Zentrum (NOZ). Vier Jahre lang suchte sie ein geeignetes Objekt. "Wir freuen uns, wenn wir künftig ein wirtschaftlicher Teil der Stadt werden", betont geschäftsführender Gesellschafter Tobias Hacker. Auch wenn in den vergangenen Jahren gerade IT-Systemhäuser in den Landkreis gezogen seien: "Wir gehen den umgekehrten Weg", unterstrich der Firmenchef die Bedeutung von Zentralität, Kapazität der Datenleitungen und Infrastruktur vor vielen Gästen.

Der auf ganzheitliche IT-Lösungen für mittelständische Unternehmen spezialisierte Sechs-Mann-Betrieb finde im NOZ der Familie Deglmann jene Räumlichkeiten, die ihm ein modernes Arbeiten erlauben. Secure-IT setzt dabei auf eine eigene Cloud in einem Rechenzentrum bei Nürnberg. Die Auslagerung der Daten-Speicherung (inklusive Telefonanlage) beinhalte unter anderem eine "redundante Gbit-Anbindung" sowie die Überwachung und den steten Zugang rund um die Uhr. Hacker verwies bei der Eröffnung auf die ab Mai geltende EU-Datenschutz-Grundverordnung. Sie verlangt nach einem wesentlichen höheren Aufwand, um die Daten vor einem unberechtigtem Zugriff zu schützen. Vor diesem Hintergrund bekräftigte Tobias Hacker die enorm hohen Sicherheitsstandards bei seiner Firma - einschließlich "Full Management Firewall" und "Penetrations-Testing". Gerade die Cloud in Nürnberg (ohne eigenen Server in Weiden) erlaube mobiles Arbeiten und einen völlig ortsunabhängigen Zugriff auf Daten und Anwendungen: "hoch flexibel und produktiv". Firmeninhaber Hacker sprach sich dabei für ein ergebnisorientiertes Arbeiten aus: "Wir wollen, dass die Mitarbeiter draußen bei den Kunden sind."

Angesichts des Daten-Skandals bei Facebook forderte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß ein "Stoppschild für die Zuckerbergs dieser Welt". Hier sei mit Daten-Sicherheit und -Vertraulichkeit Schindluder getrieben worden. Seggewiß sieht die Region auf dem Weg zum Digitalen Kompetenzzentrum in Zusammenarbeit mit der OTH Amberg-Weiden. Den kirchlichen Segen erteilte Pfarrvikar Andreas Reber.

Nomen est omen: Beim Namen Hacker bleiben nur der Beruf Holzfäller - oder die IT-Branche.OB Kurt Seggewiß zum Inhaber der Firma Secure-IT, Tobias Hacker
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