17.11.2017 - 19:08 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

E-House sendet starke Zukunftssignale für die Region Digitaler "Leuchtturm"

Damit Digitalisierung und E-Commerce keine Fremdwörter bleiben, überragt nicht nur in der Höhe ein besonderes Gebäude den Osten Weidens. Auf dem Campus der Hochschule sendet das sechsgeschossige E-House leuchtende Zukunftssignale in die Region.

So bereitet die Arbeitswelt Freude: Das E-House bündelt digitales Wissen. Die Sparkasse Oberpfalz belegt mit ihrer online-Tochter S@ON das Erdgeschoss. Bilder: Meister (2)
von Clemens Fütterer Kontakt Profil

In welche Richtung die rasante Online-Reise geht, deutete OTH-Präsidentin Andrea Klug bei der Einweihungsfeier am Freitag an: "Kompetenzzentrum für digitale Anwendungen" heißt die neue Zielvorgabe. "Die Digitalisierung ist der Standortfaktor der Zukunft."

In die gleiche Kerbe schlug zuvor Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, der listig - mit lieben Grüßen an die verhinderte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner - die Oberpfalz als "digitale Beispielregion in Bayern" empfahl. Die neuerliche Geschlossenheit der Region demonstrierte die vereinte Amts- und Mandatsträger-Phalanx mit den Landräten Andreas Meier und Wolfgang Lippert sowie den Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und Petra Dettenhöfer an der Spitze; auch Regierungs-Vizepräsident Walter Jonas kam zur Einweihung des E-Houses. Einmal mehr unterstrich der Initiator der 6,5-Millionen-Euro-Investition, Ludwig Zitzmann, die "Hartnäckigkeit und Überzeugungskraft", die das Projekt angetrieben haben. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Oberpfalz Nord lobte hier besonders Bauherrn Walter Scharnagl und Architekt Stefan Kunnert für das "zukunftsweisende Gebäude".

In Vertretung der in Berlin unabkömmlichen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner charakterisierte Ministerialdirigent Klaus-Dieter Potthast das E-House als "Best Practice im Dialog mit der Hochschule": gerade im Zusammenwirken von Wirtschaft, Forschung und Politik. Der gebürtige Weidener sprach sogar von einer "Leitregion für den digitalen Aufbruch". Potthast zählte die milliardenschweren Fördertöpfe des Freistaats auf, um bei der Digitalisierung (endlich) in die Gänge zu kommen. Bis zum Jahr 2025 soll ein "Giga-fähiges" Glasfasernetz betriebsbereit sein, "Kupfer ist ausgereizt". Nach dem Niedergang der traditionellen Industrien habe die Oberpfalz eine "Erfolgsgeschichte" geschrieben - mit einer sehr hohen Industrialisierungs- und Exportquote.

"Gott ist immer online"

"Die ganze Region steht hinter der Weiterentwicklung des OTH-Campus", betonte Oberbürgermeister Seggewiß. Mit dem E-House sei die Oberpfalz bestens gewappnet, bei der Digitalisierung schneller und besser zu sein als andere. OTH-Präsidentin Andrea Klug attestierte dem E-House eine Schlüsselrolle bei E-Commerce und Digitalisierung. Sie lobte Ideenreichtum und Kreativität von Architekt Kunnert und den hervorragenden Mieter-Mix. "Heute ist ein bedeutender Tag für die Hochschule und die Region."

Den kirchlichen Segen spendeten Stadtpfarrer Gerhard Pausch ("guter Geist zum Wohle der Menschen") und Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler ("Gott ist immer online"). Architekt Kunnert führte die Gäste durch das ausschließlich mit privatwirtschaftlichen Mitteln errichtete Gebäude, das trotzdem "Baukunst" verkörpere. (Seite 3)

Das E-House ist ein Paradebeispiel für die regionale Allianz.Andrea Klug, Präsidentin OTH Amberg-Weiden
Mit dem E-House gingen regionales Engagement und zukunftsorientiertes Handeln eine perfekte Symbiose ein.Ludwig Zitzmann, Vorstandschef Sparkasse Oberpfalz Nord

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