13.04.2018 - 18:56 Uhr
Oberpfalz

Erfolgreich im OTH-Verbund Kooperation statt Konkurrenz

Was zunächst umstritten war, ist längst zum Erfolgsmodell geworden: der OTH-Verbund Amberg-Weiden und Regensburg. Seit genau fünf Jahren besteht er. Anlass für eine imposante Leistungsschau.

Hochschulpräsidentin Andrea Klug blickte gemeinsam mit ihrem Kollegen Wolfgang Baier auf erfolgreiche fünf Jahre OTH-Verbund zurück
von Siegfried BühnerProfil

Mit einer Clusterkonferenz würdigten die OTH Amberg-Weiden zusammen mit der OTH Regensburg den fünften Geburtstag ihres Verbunds. Fast auf den Tag genau vor fünf Jahren überreichte der damalige Staatsminister Wolfgang Heubisch die Urkunden der Ernennung zur Ostbayerischen Technischen Hochschule in einer Feierstunde in Regensburg. "Der OTH-Verbund ist seit seiner Gründung für die Oberpfalz ein Meilenstein der Zusammenarbeit unserer beiden Hochschulen gewesen", sagte OTH-Präsidentin Andrea Klug jetzt bei der Begrüßung der Gäste. Aus einer Vision sei Realität geworden.

Der Titel "Technische Hochschule" sei im Kreis der Hochschulen als "Alleinstellung" zu werten und deshalb eine Auszeichnung für die vergangene und zukünftige Arbeit. Der Verbund kooperiere in zentralen Zukunftsfeldern und baue gemeinsam das Angebot in Lehre, Studium, Forschung und Weiterbildung aus, erläuterte Klug. Die Clusterkonferenz ist für sie ein Beispiel für das Zusammenwachsen der Hochschulen und die entstandenen Synergien. Fünf Millionen Euro seien zwischenzeitlich für den OTH-Verbund eingesetzt worden. Klug dankte den beiden OTH-Beauftragten Wolfgang Weber und Professor Thomas Falter.

Präsident Wolfgang Baier von der OTH Regensburg blickte auf die Zeit vor fünf Jahren zurück. Das Verständnis für das Kooperationsmodell zwischen den Hochschulen Amberg-Weiden und Regensburg sei zunächst "bis hin zum Ministerium nicht allzu groß gewesen". Die Skeptiker hätten bei weitem überwogen. Dennoch sei das Modell zur Erfolgsgeschichte geworden und werde längst nicht mehr hinterfragt, stellte Baier fest. Und er wies darauf hin, dass Ostbayern ein zusammenhängender Wirtschafts- und Wissenschaftsraum sei. "Wir wollen uns doch nicht gegenseitig Wettbewerb machen." Weil zwei Partner vertraglich "unter ein Dach gebracht werden mussten", bestehe heute auch ein festes Arbeitsprogramm. Dabei konzentriere man sich vor allem auf die gemeinsame Forschung. Damit bezog sich Beier auf das Programm der Clusterkonferenz.

Vorgestellt wurde es von Vizepräsident Alfred Höß von der OTH Amberg-Weiden. Elf wissenschaftliche Vorträge über laufende Forschungsvorhaben repräsentierten die elf Forschungscluster des Hochschulverbunds. Vorgetragen wurden sie von den Mitarbeitern dieser Forschungsarbeiten. Die Vorträge betrafen unter anderem Digitalisierung, Sensorik, Produktion und Systeme, Lebenswissenschaften und Ethik sowie Information und Kommunikation.

Hinter den theoretischen Überschriften verbargen sich viele praktische Fragestellungen. So ging es zum Beispiel um die Stabilität von Autobahnuntergrund durch eine besondere Gestaltung von Stabilisierungssäulen im Vortrag von Roland Gömmel. Vorgestellt wurde auch die Herstellung eines digitalen 3D-Modells als Planungshilfe für den Wiederaufbau des zerstörten Basars von Aleppo in Syrien. Die Wissenschaftler Tutku Topal und Philipp Mai sprachen über dieses Thema. Praktische Lebenshilfe für die Rehabilitation oder die Geriatrie durch die Anwendung von Bewegungsmessungs-Armbändern zeigten Amelie Altenbuchner und Nadine Kleine auf. Seite 5

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