19.01.2018 - 15:06 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Experimentieren, konstruieren, programmieren Neue Forscherschmiede am Kepler-Gymnasium

Werkstätten für junge Forscher gibt es oft nur an Hochschulen. Jetzt können Kinder und Jugendliche ihren Forscherdrang bereits während der Schulausbildung umsetzen - zumindest am Kepler-Gymnasium. Partner dafür werden derzeit händeringend gesucht.

In der neuen Schülerforschungswerkstatt arbeiten die Pennäler an einer besonders schnellen Seifenkiste. Mit dabei das Initiatorenteam der Werkstatt: Jürgen Heiß, Johann Schärtl und Verena Hauke (Zweiter, Dritter und Fünfte von links). Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

Bald wird es offiziell: Im März soll sie eröffnet werden, die neue Schülerforschungswerkstatt am Kepler-Gymnasium. Derzeit laufen die Elektro-Installationsarbeiten. In der Werkstatt sollen junge Forscher die Möglichkeit zum Experimentieren, Konstruieren und Programmieren erhalten. Fachkundige Mentoren erläutern naturwissenschaftliche Grundlagen und stehen hilfreich zur Seite. Das Aufbauteam, bestehend aus Beratungslehrer Johann Schärtl, Verena Hauke und Jürgen Heiß, stellen bereits jetzt Einzelheiten der neuen Einrichtung vor.

"Klein anfangen"

"Über Kontakte zum Schülerforschungszentrum Nordhessen kam uns die Idee zum Projekt", erklärt Jürgen Heiß. Dort stehen den jungen Forschern inzwischen sogar Werkstätten in einem eigenen Gebäude zur Verfügung. "Klein anfangen" wollen auch die drei "Kepler"-Lehrer. Dennoch hoffen sie auf erfolgreiches Wachstum. Ideen haben die Initiatoren dafür genug. Schon im laufenden Schuljahr begannen die Lehrer damit, interessierte Schüler aus allen Jahrgangsstufen zum Mitmachen zu gewinnen. Rund 80 Schüler haben Interesse angemeldet , allein 40 für die von Physik- und Mathematik-Lehrer Jürgen Heiß geleitete Robotik-Werkstatt. 6 weitere Werkstätten sind bereits eingerichtet, darunter die "Automation/Mechanik-", die "Hardware-Software-" und die "Jugend forscht-Werkstatt". 2 Schulräume stehen dafür zur Verfügung.

"Weil jeder Schüler seine ganz eigene Begabung hat, sehen wir dieses Projekt nicht als Hochbegabtenförderung, sondern als Begabtenförderung", erläutert Deutsch- und Geschichtslehrerin Hauke. Und sie muss es wissen, denn sie arbeitet im Kompetenzzentrum für Begabtenförderung des Gymnasiums mit.

"Einige Schüler kommen bereits an drei Nachmittagen zum Forschen", berichtet sie. Derzeit werde unter anderem an einem besonders schnellen Fahrzeug für das nächste Seifenkistenrennen gearbeitet. "Aufsichtspersonen sind dabei natürlich immer anwesend", informiert sie. "Nächstes Jahr soll das Angebot erweitert werden - und dafür suchen wir noch Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung", so Johann Schärtl.

Sponsoren aus Wirtschaft

Längst ist eine Zusammenarbeit mit der OTH unter Dach und Fach. Auch einige Geräte wie Laptops oder Werkzeuge wurden von Sponsoren zur Verfügung gestellt. Finanzielle, personelle oder materielle Unterstützung wird gerne gesehen. Einige Sponsoren gebe es bereits, berichtet Hauke, zum Beispiel Witron und IGZ. Enge Kontakte bestünden auch zum ÜBZO in Weiherhammer und zur Firma Hamm. In die Forschungswerkstatt könnten die P-und W-Seminare noch stärker eingebunden werden, schlägt Heiß vor. Noch mehr ehemalige Abiturienten könnten zur Mitarbeit gewonnen, eine "Nacht der Wissenschaften" durchgeführt werden. Ferner könnten Experten aus Unternehmen Kurse anbieten.

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