09.03.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Experte sieht Gold als die Alternative für Anleger Goldige Anziehungskraft

Die Prognose ist düster: "Nur noch Kredite erhalten den Aktienmarkt am Leben. Wir erleben ein Finale." Für Uwe Bergold gibt es einen einzigen wirtschaftlichen "Anker", nämlich Gold.

Sie besteht aus 31 Kilogramm purem Gold, hat einen Nominalwert von 100 000 Euro und ist weltweit nur 15 Mal verfügbar: Die größte Goldmünze Europas, der sogenannte "Big Phil", war zum zehn-jährigen Firmenjubiläum der Global Resources Invest in Weiden zu sehen. Der Realwert der Münze wird auf 1,3 Millionen Euro geschätzt. Bild: privat
von Clemens Fütterer Kontakt Profil

Der gebürtige Wernberg-Köblitzer zählt international zu den gefragtesten Gold- und Börsenexperten. Sein Name findet sich regelmäßig in den großen Wirtschaftsblättern. Bergold sieht eine "Blase" bei Aktien, Immobilien und Anleihen: Getrieben von den Null-Zinsen.

Er rechnet vor, dass der Goldpreis seit Anfang 2000 um mehr als 300 Prozent stieg: um ein Vielfaches höher als Aktien und Fonds. Bergold spricht von der "größten Verschuldung aller Zeiten" (weit mehr als bei den Römern) und stellt klar: "Grund für den Anstieg des Goldpreises ist nicht die Angst, sondern die Rationalität, vor allem bei Großinvestoren." Er verweist auf die "äußerst konservative" Münchener Rück, die 250 Tonnen Gold gekauft habe.: "eine Signalwirkung." Auch die Pensionskassen erhöhten ihren Goldbestand. Und die Chinesen würden die Hälfte der globalen Jahresproduktion aufkaufen. Die starke Nachfrage der Banken für ihre Kunden zeige, dass die Leute zunehmend merken: "Wirtschaftlich läuft was schief."

Uwe Bergold prognostiziert eine Renaissance der Rohstoffe. Sie würden sich als "Anti-Blase" weit besser entwickeln als der Markt. Er empfiehlt den Anlegern eine Kombination aus Gold, Silber und Rohstoff-Aktien, die 5 bis 10 Prozent (im Einzelfall bis zu 25 Prozent) im Vermögens-Portfolio ausmachen sollten.

Wirtschaftscampus

Uwe Bergold ist mit Christian Wolf Gesellschafter der vor zehn Jahren von ihm gegründeten Firma Global Resources Invest GmbH & Co. KG. Das Unternehmen ist spezialisiert auf den Vertrieb und die Beratung für physische Edelmetalle sowie auf Edelmetall- und Rohstoffinvestments in Form von Edelmetallkonten und Fondskonzepten.

Der Themenkomplex "Vermögensschutz in Krisenzeiten" wird beim ersten Weidener Wirtschaftscampus im Zentrum stehen. Zusammen mit Wirtschaftsprofessor Bernt Mayer von der OTH Amberg-Weiden und pro aurum in München veranstaltet die Global Resources Invest eine Fachtagung am 13. und 14. März an der OTH in Weiden. Vorstände und Führungskräfte von Sparkassen und Banken aus ganz Deutschland sind zu Zertifizierungsmaßnahmen eingeladen. Banker werden sich über das Krisen-Investment Gold austauschen, Professor Bernt Mayer liefert Hintergründe zur Verhaltensökonomie an den Börsen.

Bergold und Wolf halten Impulsreferate zu "Gold-Investments im Rahmen der makroökonomischen Zyklik" sowie über "Geschichten der Börsen". Die zweitägige Veranstaltung ist nichtöffentlich.

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