Firma "WaveLight" spendet OTH "Supermaschine" für Medizintechnik
Perfekte Lehre im Blick

Sogar eine Schenkungsurkunde haben sie zur Übergabe der Laser-Anlage mitgebracht: (von links) "WaveLight"-Marketingleiter Thomas Auer, OTH-Professor Dr. Ralf Ringler, "WaveLight"-General-Manager Martin Reichelt und Dekan Professor Dr. Franz Magerl. Bild: Bühner

Es ist eine der wertvollsten Schenkungen, welche die OTH Amberg-Weiden jemals erhalten hat. Jetzt kann sie die Studenten der Medizintechnik an einem einem kompletten Augenlaser-System ausbilden.

Die Medizintechnik-Labore der OTH sind nun noch besser ausgestattet. Ab sofort können die Medizintechnik-Studenten auf ein komplettes Augenlaser-System zurückgreifen, gespendet von der "WaveLight GmbH". Das Unternehmen gilt als führender Produzent moderner Diagnose- und Operationstechnologien zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten mit Augenlasern. Hauptsitz des zum Alcon-Konzern gehörenden Produzenten ist Erlangen, produziert wird in Pressath.

Bei der Übergabe in Weiden repräsentierten General-Manager Martin Reichelt und Marketingleiter Thomas Auer das Unternehmen. Der Dekan der Ingenieurwissenschaftlichen Fakultät, Professor Dr. Franz Magerl, nahm zusammen mit Medizintechnik-Professor Dr. Ralf Ringler den Augenlaser in Empfang. "Wir sind begeistert, es ist eine Supermaschine für die Lehre", freute sich Magerl über das Geschenk.

Auf seine Frage nach dem Kaufpreis einer solchen Anlage antwortete Reichelt: "mehrere Hunderttausend Euro". "WaveLight" wolle damit "etwas für die Region tun und die Lehre an der OTH unterstützen". Reichelt betonte, dass sich sein Unternehmen am Produktionsstandort Pressath sehr wohl fühle. Auch die jetzt der OTH übergebene Anlage war dort hergestellt worden. Deutschlandweit seien etwa 120 bis 130 dieser Systeme im Einsatz, weltweit rund 1500 davon verkauft worden, erklärten die Unternehmensvertreter. Ähnlich wie bei jedem Kunden waren vor der Übergabe der Anlage Medizintechniker der OTH in der Bedienung der Anlage geschult worden.

Das Laser-System heißt "Allegretto Wave Eye Q" und enthält auch einen Diagnosebereich. "WaveLight" steht der OTH auch in der Anwendungsphase beratend zur Verfügung. Mit der Anlage können die Studenten im Zuge spezieller Praktika und in Vorlesungen sehr breit geschult werden. "Technik, Augenmedizin und ein kommerzielles Geschäftsmodell" nennt Magerl dazu als Stichworte. Allerdings werde im OTH-Labor nicht am menschlichen Objekt, sondern an künstlichen Augen von "Dummies" gearbeitet.

"Wir können jetzt den Studenten die Korrektur von Weit- oder Kurzsichtigkeit ganz praktisch zeigen", freute sich Ringler. Zur Funktionsweise des Systems erläuterten die Experten von "WaveLight", es sei ein "Festkörper-Laser", der Augengewebe zum Verdampfen bringe.
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