05.03.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Genossenschaft verbucht 2017 als solides Geschäftsjahr Vertrauen in die Spardabank

Die Sparda-Bank Ostbayern verbucht 2017 als ein solides Geschäftsjahr. Die Zuwachsraten sind beträchtlich, auch für die Filiale in Weiden.

Im VIP-Raum der SpVgg SV Weiden präsentiert die Sparda-Bank Ostbayern ihre Zahlen für das Geschäftsjahr. Von links: Tanja Hochholzer, Michael Gruber, Johannes Lechner, Dieter Holub und Hausherr Kurt Haas. Der Vorsitzende dankte den Bankern für das Sponsoring des Vereins. Bild: Schönberger
von Martin Staffe Kontakt Profil

2017 hat sich nach den Angaben von Sparda-Vorstand Johannes Lechner der Wandel in der Bankenlandschaft fortgesetzt. Diese Herausforderung sei im genossenschaftlichen Miteinander von Kunden und Mitarbeitern herausragend angenommen worden. Lechner berichtete am Montag von zwei Filialschließungen in Regensburg, ohne einen Kunden verloren zu haben. In Schwandorf sei die Zweigstelle von der Innenstadt in den Verbrauchermarkt Globus verlegt, Burglengenfeld sei erweitert worden.

"Einlagen und Kredite sind auch 2107 kräftig gewachsen", sagte stellvertretender Vorstandsvorsitzender Michael Gruber. Die Bilanzsumme stieg um knapp 140 Millionen (plus 5,74 Prozent) auf 2,55 Milliarden Euro. Damit zähle die Sparda mit 200 Mitarbeitern, 130 000 Kunden und 16 Filialen zu den großen Genossenschaftsbanken in Bayern.

Das ungebrochen hohe Einlagenwachstum in Zeiten niedrigster Zinsen wertet der Banker als Beleg für das hohe Vertrauen der Kunden. Die Einlagen kletterten um fast 115,8 Millionen Euro oder 5,36 Prozent auf 2,28 Milliarden Euro. Die Baufinanzierungen stiegen von 235,5 auf 253,6 Millionen Euro und die Bausparsumme von 58,2 auf 65,2 Millionen Euro. 2017 vergab die Bank neue Kredite in Höhe von mehr als 270 Millionen Euro. Insgesamt erreicht das Kreditgeschäft damit die Summe von 1,3 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 7,2 Prozent entspricht. Der Zinsüberschuss, immerhin die Haupteinnahmequelle, sank von 34,98 auf 32,50 Millionen Euro. Dafür gingen die Erlöse aus den Dienstleistungen wie Bausparen oder Versicherungen auf 6,48 Millionen Euro (Vorjahr 5,71 Millionen) nach oben.

Das Teilbetriebsergebnis sank von 14,89 auf 12,10 Millionen Euro, der Bilanzgewinn von 2,94 auf 2,79 Millionen Euro. Die Eigenkapitalausstattung liegt bei 19,36 Prozent und damit weit über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen. 4821 neue Mitglieder (plus 1,66 Prozent) ergeben 111 564 Genossen.

Filiale Weiden

Auch in der Weidener Zweigstelle wuchsen 2017 Einlagen und Kredite auf hohem Niveau. Die knapp 9000 Kunden legten 187,9 Millionen Euro (plus 1,9 Prozent) an, erklärte Direktor Dieter Holub. Die Kredite stiegen um 2,6 Prozent auf 92 Millionen Euro. Nicht zufrieden ist er mit der Mitgliederentwicklung: Die Zahl sank von 9533 auf 9518 (minus 0,1 Prozent). Erfreulich waren dagegen die 362 neu eröffneten Konten. Für Vorstand Johannes Lechner ist die Filiale Weiden eine Erfolgsgeschichte. In den 33 Jahren ihres Bestehens sei es kontinuierlich aufwärtsgegangen. Dies sei vor allem das Verdienst von Holub, der am 1. September in Ruhestand geht. Filialleiterin Tatjana Hochholzer hob das soziale und gesellschaftliche Engagement der Spardabank hervor. Sie erwähnte die Förderung von Kindergärten, den OTH-Förderpreis oder die Ausstellung "Weltreligionen, Weltfrieden, Weltethos" gemeinsam mit der Volkshochschule Weiden. Der Karolina e.V. in Floß zur Unterstützung misshandelter Kinder durfte sich über 6200 Euro freuen. (ms)

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