Gewerkschafter und Wirtschaftsförderer sprechen über "Industrie 4.0"
Chance und Risiko zugleich

Peter Hofmann (links) vom DGB und Wirtschaftsförderer Manfred Dietrich im Gespräch. Bild: hfz

Industrielle Produktion und moderne Informationstechnik sollen sich mehr und mehr verzahnen. Aber bringt diese "Industrie 4.0" neben Chancen auch Risiken? Um diese Frage drehte sich ein Gespräch von Peter Hofmann, Regionssekretär DGB-Region Oberpfalz, mit dem Wirtschaftsförderer des Kreises Tirschenreuth, Manfred Dietrich. Dabei waren sich beide einig, dass die jungen Menschen vor Ort wie auch die Unternehmen durchaus Chancen hätten. Trotzdem dürfe man nicht übersehen, dass durch die Digitalisierung auch Arbeitsplätze wegfallen könnten. Gleichzeitig zeigten sich beide überzeugt, dass die Sozialwirtschaft sich weiter als Jobmotor erweisen und so neue Perspektiven der Dienstleistung schaffen werde. Dafür würden Arbeitskräfte auch außerhalb der Pflegeberufe künftig noch mehr gefragt sein.

Hofmann betonte, wie wichtig es sei, dass Betriebs- und Personalräte rechtzeitig Themen mitgestalten wie flexible Arbeitszeit, ständige Erreichbarkeit oder Arbeiten von zu Hause. Gleichzeitig unterstrich er die alte Forderung des DGB nach einem Bildungsfreistellungsgesetz. Nur in Bayern und Sachsen gebe es noch immer keinen gesetzlichen Anspruch auf eine bezahlte Freistellung von der Arbeit zu Bildungszwecken. Dabei würden Fort- und Weiterbildung immer wichtiger. Gleichzeitig habe eine Umfrage des DGB ergeben, dass sich viele Beschäftigte durch die Digitalisierung stärker belastet fühlen.
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