Hopfenweg erstmals seit April wieder offen
Stadtwerke geben die „ewige Baustelle“ in Weiden-Ost frei

Noch laufen kleine Restarbeitern im Hintergrund. Doch Christine Melischko, Vorstandsmitglied der Stadtwerke, und Bauleiter Anton Menner danken besonders den Anliegern im Hopfenweg und in der Brögerstraße, die die Beeinträchtigungen durch die Langzeitbaustelle meist klaglos ertragen haben. Bild: Schönberger

Der komplette Weidener Osten ist seit Mittwochmittag wieder an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden. Denn erstmals seit April können die Busse - endlich planmäßig die Haltestelle im Hopfenweg anfahren.

Im Frühjahr hatten die Stadtwerke ihre Tiefbauarbeiten in dieser wichtigen Erschließungsstraße gestartet und damit die Bürger, die jenseits der Biberstraße wohnen, zu nicht unbeträchtlichen Umwegen gezwungen. Die Busse kamen nicht mehr durch. Oft nahmen die verschiedenen Baustellen den gesamten Straßenraum in Beschlag.

Eine Million Euro verbaut

Die Stadtwerke konnten die aufwendigen Arbeiten - besonders die Umbindung der Hausanschlüsse nahm sehr viel Zeit in Anspruch - nun beenden und den Hopfenweg für den Verkehr freigeben. Nach Angaben von Christine Melischko, Vorstandsmitglied der Stadtwerke, investierte das Kommunalunternehmen rund eine Million Euro. "Wir haben im Hopfenweg die größte Leitungsbaumaßnahme des Jahres 2016 abschließen können. Die Beeinträchtigungen für die Anwohner waren erheblich. Aber die meisten der betroffenen Bürger haben die Bauzeit verständnisvoll ertragen. Dafür danken wir."

Bauleiter vor Ort war Anton Menner. Mit seinem Team hatte er jede Menge Überraschungen zu bewältigen. "Wir haben hier sehr viele Leitungskreuzungen. Da ging's früher im Untergrund drunter und drüber."

Und es wird noch enger: Die Stadtwerke haben im Bereich der Ostmarkstraße, der Brögerstraße und des Hopfenweges eine neue Hochbehälterleitung (DN 400) mit einer Gesamtlänge von 630 Meter verlegt. Das oberste Ziel dieser anspruchsvollen Baumaßnahmen sei es gewesen, die Versorgungssicherheit der Stadt langfristig zu garantieren, unterstreicht Menner. Die alten Leitungen zum Hochbehälter entlang der B 22 waren nicht nur marode, sondern teilweise, da überbaut, nicht erreichbar. "Wir müssen aber rankommen."

In den gesperrten Straßen ließen die Stadtwerke zugleich weitere Arbeiten durchführen: In der Brögerstraße baute das Unternehmen eine neue, 410 Meter lange Wasserleitung sowie auf 210 Metern eine Gasniederdruckleitung ein. Der Hopfenweg erhielt auf 215 Metern eine neue leistungsfähige Wasserhauptleitung (DN 200) sowie auf 250 Meter eine gleichstarke Gasniederdruckleitung.

Nach dem Einbau der Hauptleitungen mussten noch rund 50 Gas- und Wasserhausanschlüsse auf die neuen Leitungen umgebunden werden. Außerdem, so berichtete am Mittwoch Christine Melischko vor Ort, wurde auch der Kanal über eine Länge von 175 Metern ausgetauscht. Nach Abschluss des Rohrleitungbaus ließen die Stadtwerke Hopfenweg und Brögerstraße asphaltieren, um die Straßen wieder befahrbar zu machen. Dabei nahmen die "Teermaschinen" rund 5000 Quadratmeter unter die Räder (Größe eines Fußballfeldes). Aufgrund der derzeitigen Witterung sei diese Asphaltierung jedoch nur als Provisorium zu sehen, erklärt Menner. Aus Gründen von Haltbarkeit und Gewährleistung wird die Asphaltdecke im Frühjahr um drei Zentimeter verstärkt. Dann wird der Hopfenweg nochmals Baustelle, aber nur für eine knappe Woche.
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