11.03.2018 - 22:58 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Infoabend der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Für Firma und Familie vorsorgen

Unfall oder Krankheit können im Betrieb schnell zu finanziellen Engpässen führen, mit Konsequenzen bis in den privaten Bereich. Doch mit dem richtigen Management im Vorfeld lassen sich die Folgen eindämmen. Wie das geht, darüber informiert die Handwerkskammer.

Wie eine gute Risikovorsorge Betrieb und Familie schützen kann, erklären (von links) Geschäftsführer Alexander Stahl, Betriebsberater Josef Vogl, Handwerkskammerpräsident Georg Haber, Versicherungsberater Michael Jander und Rechtsberater Reinhard Gaber. Bild: exb
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"Mit Sicherheit zum Erfolg - wie treffe ich die richtige Risikovorsorge für mich und meinen Betrieb?" Unter diesem Titel hatte die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz zu ihrer Veranstaltungsreihe "Betriebsführung aktuell 2018" in die Max-Reger-Halle geladen. Sei es, dass der Chef erkrankt, ein Unwetter den Betrieb lahm legt oder andere Schadensfälle eintreten - die Konsequenzen sind oft weitreichend.

"Berufs- und Privatleben sind bei Handwerkern meistens eng verwoben, damit steigt das Risiko", sagte Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer. Deshalb sei es für jeden Unternehmer unverzichtbar, rechtzeitig die Weichen zu stellen. "Immerhin geht es um das betriebliche Lebenswerk, das private Auskommen und nicht zuletzt um Mitarbeiter und Kollegen."

Für den Fall, dass der Betriebsinhaber ausfällt, beschrieb HWK-Rechtsberater Reinhard Gaber mögliche Vorsorgen. Der Betrieb müsse im Krankheits-, Todes- und Vertretungsfall geordnet weiterlaufen. "Gibt es keinen im Vorfeld festgelegten Vertreter, bestellt das Gericht einen. Das ist oft nicht im Sinne der Hinterbliebenen." Eine Lösung seien Vorsorgevollmachten im privaten und betrieblichen Bereich sowie eine Patientenverfügung.

Als zentrales Element der Risikovorsorge nannte HWK-Betriebsberater Josef Vogl, frühzeitig Stellvertreter für alle Bereiche im Betrieb aufzubauen. "Stimmen Sie sich regelmäßig zu Neuerungen im Unternehmen ab." Checklisten, Verhaltensanweisungen und gemeinsame Fristenkontrollen nannte er als Beispiele für eine geregelte Betriebsorganisation. Die Vorsorge sei komplex, auch weil sie den privaten Bereich einschließe. Aus verschiedenen Testament-Varianten, darunter das sogenannte "Unternehmertestament", müsse man individuell auswählen.

Dass bei der Notfallvorsorge Versicherungen eine tragende Rolle spielen, erläuterte Michael Jander, neutraler und öffentlich anerkannter Versicherungsberater aus Bad Abbach. Bei Versicherungen lohne sich grundsätzlich "ein Blick in das Kleingedruckte". Nicht immer seien die Ansprüche umfassend genug. Oft könne man Haftungen sogar ohne weitere Kosten aufnehmen lassen.

Zudem riet er, stets den Neuwert einer Ware, Betriebseinrichtung oder Vorräte zu versichern. Und: "Da Elementarschäden in den vergangenen Jahren zugenommen haben, ist es wichtig, sich auch dahingehend gut abzusichern", so Jander.

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