Marktkaufleute ziehen Bilanz des Weidener Christkindlmarktes
Schauen und flanieren

Viel Betrieb herrschte am Christkindlmarkt. Die Kaufleute ziehen deshalb eine positive Bilanz. Archivbild: Götz

Beleuchtung, "Ofenhütte" und kein Streit mit dem Einzelhandel: Die Marktkaufleute ziehen eine positive Bilanz nach dem Christkindlmarkt. Besonders gelungen finden sie die Anordnung der Buden.

Fast 26 000 Lose kauften die Besucher auf dem Christkindlmarkt. Den Erlös von 6500 Euro reichen die Marktkaufleute nun der Stadt für soziale Zwecke weiter. Seit 1983 sind so schon mehr als 261 000 Euro zusammengekommen, erläutert Gerhard Donhauser bei der Spendenübergabe. "Wir haben viele Menschen, die in Bedarfsgemeinschaften leben", sagt Bürgermeister Jens Meyer. "Unsere Gleichstellungsbeauftragte Monika Langner weiß, wo's brennt." Sie vermittle das Geld, das nicht zuletzt Kindern zugutekomme. Für die Spende bedankt sich Meyer deshalb auch im Namen der bedürftigen Mädchen und Buben.

Gleichzeitig ziehen die Marktkaufleute eine Bilanz nach dem Ende des Christkindlmarkts. Die Diskussionen mit den anliegenden Geschäftsleuten vom vergangenen Jahr seien Geschichte. "Wir haben eine Lücke gelassen", erläutert Daniela Margraf. Es habe regelrecht Harmonie zwischen Marktkaufleuten und Einzelhändlern geherrscht, keine Anzeichen mehr von Konkurrenzdenken. "Ich habe Freundschaft mit ,Hänsel & Gretel' und ,men fashion' geschlossen."

Nadja Rothballer ist überzeugt von der neuen zentralen "Ofenhütte". Sie sei sehr gut angenommen worden. "Es war ein zusätzlicher Platz für die Leute." Optimal fanden die Marktkaufleute das Wetter. "Schnee ist nur für die Optik", sagt Rothballer. "Wenn's schneit, ist es glatt, und dann kommen die Leute nicht." Gerhard Donhauser ist auch mit der neuen Beleuchtung zufrieden. Besonders von der Rathaustreppe aus sei sie gut zu sehen gewesen, bestätigt Bürgermeister Meier. "Bewährt hat sich, dass wir aufgemacht haben", resümiert Donhauser. Die Buden stünden nicht mehr wie eine Wagenburg. "Die Leute wollen halt drin stehen und was sehen und flanieren." Das gefalle auch den Geschäftsleuten rund ums Alte Rathaus.

Bewährt hat sich das Auflockern der Wagenburg.Gerhard Donhauser
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