27.01.2011 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Ministerium denkt über neue Organisation der Bundeskassen nach Abstieg zur Außenstelle

Die bisher eigenständige Bundeskasse Weiden droht eine Außenstelle zu werden. Nach Informationen des Weidener Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (CSU) stehen im Bundesfinanzministerium Entscheidungen über die künftige Organisation der Bundeskassen unmittelbar an.

von Redaktion OnetzProfil

Demnach soll Halle als einziger Bundeskassenstandort bestehen bleiben; Weiden, Trier und Kiel sollen zu Außenstellen werden. "Die Bundeskasse in Weiden muss als selbstständiger Standort erhalten bleiben", fordert Rupprecht. Er hat sich mit einem Schreiben an das Bundesfinanzministerium gewandt, um Gründe für den Erhalt des Standorts Weiden darzulegen.

Die Bundeskasse sei in Weiden aus personalwirtschaftlichen Gründen für den Wegfall des Hauptzollamtes infolge der EU-Osterweiterung eingerichtet worden, argumentiert Rupprecht in dem Schreiben. Man stecke weiterhin mitten in der EU-Osterweiterung, in der Region gebe es kein Verständnis, wenn in dieser Zeit Arbeitsplätze wegbrechen würden. Als Argument für den Standort Weiden führt Rupprecht die 191 Beschäftigten an, die dort für die Bundeskasse arbeiten. In Halle gebe es hingegen nur 103 Mitarbeiter. Auch die Personalgewinnung für die Zukunft gestalte sich in Weiden leichter als in Halle und Umgebung.

Die Bundeskasse Weiden zählt zu den vier Bundeskassen in Deutschland. Sie "schluckte" in den vergangenen Jahren die Aufgaben der Bundeskassen Karlsruhe, Nürnberg, Stuttgart und München. Der Standort Weiden ist damit für alle Finanzbewegungen des Bundes in Bayern und Baden-Württemberg zuständig. Dazu übernimmt die Bundeskasse in Weiden den gesamten Zahlungsverkehr der Bundeswehreinsätze im Ausland. Zahlungen in Höhe von 54 Milliarden Euro hat die Bundeskasse 2009 angewiesen, 52,3 Milliarden Euro hat sie eingenommen.

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