27.11.2012 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"network mobility" präsentiert sich - Berufsschule: Elektromotor in 40 Jahre alten Buggy ... Oldtimer mit Zukunft

Zwar gibt es bereits eine öffentliche Elektrotankstelle in Weiden, jedoch ist die Stadt noch weit davon entfernt, dass Elektromobilität eine nennenswerte Rolle spielt. Von den 32 700 in der Max-Reger-Stadt zugelassenen Autos, Motorrädern und -rollern sind nur zehn Elektrofahrzeuge.

In der Aula der Europa-Berufsschule präsentierten die Schüler ihren zum Elektroauto umgebauten VW Karmann Buggy. Bild: hcz
von Autor hczProfil

Kursteilnehmer an der Europa-Berufsschule zeigten mit einem Projekt - Teil des Programms "network-mobility" -, dass der Umstieg gar nicht so schwer wäre. Unter der Leitung von Reinhold Schebler bauten sie in vier Tagen einen 40 Jahre alten VW Buggy zum Elektroauto um. Nun präsentierte Leo Dietrich von der Volkshochschule das Ergebnis und stellte das Gesamtprogramm von "network mobility" vor.

Zusammen mit der Berufsschule, der lokalen Agenda 21, der HAW, der "ip3 Energie GmbH" und der Katholischen Erwachsenenbildung hatte die VHS das Schwerpunktthema "Mobilität" der UN-Bildungsdekade 2013 aufgegriffen und 34 100 Euro Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für ihr Netzwerk erhalten. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die bislang vereinzelt durchgeführten Aktivitäten zu dem Thema zu bündeln.

"Da es bei diesem Thema nicht nur um eine technische Entwicklung geht, sondern weil Elektromobilität praktisch einen Umbruch in der Gesellschaft darstellt, sind nicht nur neue Infrastrukturen, Konzepte und Dienstleistungen, sondern auch ein Umdenken in den Köpfen erforderlich", sagte Berufsschulleiter Josef Weilhammer. Es gelte, Elektromobilität schon jetzt an der Europa-Berufsschule zu etablieren und die Schüler für die Thematik zu sensibilisieren. Zweifellos, so Weilhammer, werde es eine stärkere Vernetzung der Kfz-Abteilung mit der Abteilung Elektrotechnik geben.
Elektromeister Schebler schilderte, wie der Verbrennungsmotor des VW Buggy ausgebaut und durch einen Elektromotor ersetzt wurde. Der Umbau von Oldtimern sei durchaus ein Zukunftsmarkt, stellte er fest. Die frühere, großzügigere Bauweise biete reichlich Raum für nötige Technik. Man habe keine Probleme mit alten Verbrennungsmotoren mehr - und umweltfreundlich sei die Sache obendrein. TÜV-Abnahme und Straßenzulassung hätte beim Berufsschulprojekt auf Anhieb geklappt.

Stadtrat Veit Wagner als Vertreter der lokalen Agenda 21 und Hans Bräuer (Katholische Erwachsenenbildung) schilderten ihre Beteiligung am "network". Als erste Veranstaltung wird die KEB am 20. März einen Vortrag zum Thema "Sparsam Auto - Spaß an Natur" anbieten.

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