"Neue Naabwiesen": Bauausschuss nimmt vorhabenbezogenen Bebauungsplan an
94 Wohnungen mitten in Weiden

Fünf Gebäude sollen auf der Fläche der Immo VBMO neben dem Verlagshaus von Oberpfalz-Medien (im Hintergrund) wachsen. Das Modell, das Architekt Hermann Rauh und Stadtplanerin Bettina Gerlach in Händen halten, zeigt, wie das aussehen könnte. Bild: Schönberger
 
"Neue Naabwiesen": So heißt der neue Bebauungsplan um Dr.-Pfleger-, Weigel- und Leibnizstraße. (Foto: Repro: gsb)

Unter dem Schlagwort "Neue Naabwiesen" kommt Bewegung in die Innenstadt: Auf der Fläche rund ums Verlagshaus Oberpfalz-Medien sollen Wohnungen, Geschäftsräume, ein Café und ein wenig Einzelhandel entstehen. "Die heute innerstädtische Brache kann damit neu belebt werden."

Das erläutert Bettina Gerlach, geschäftsführende Gesellschafterin von Dragomir-Stadtplanung München, den Mitgliedern des Bauausschusses am Donnerstag. Und sie überzeugt. Einstimmig nimmt das Gremium den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Neue Naabwiesen" an.

Doch was genau soll in den Naabwiesen entstehen? Baudezernent Oliver Seidel spricht von einem Gebäuderiegel. Architekt Hermann Rauh wird konkreter, präsentiert ein 3-D-Modell der Planung, die die hiesige Gemeinschaft "Rauh + Müller Architekten" mit den KSW Architekten aus Bremen ausgearbeitet hat.

Acht Penthouse-Objekte

Fünf Gebäude mit Wohnungen und 3660 Quadratmetern Bürofläche sollen entstehen. Die zwei Gebäude entlang der Dr-Pfleger-Straße zählen fünf Geschosse. Das Erdgeschoss ist dabei für Büroflächen reserviert. Die drei Gebäude entlang der Leibnizstraße wachsen sieben Geschosse in die Höhe. Erdgeschoss und erster Stock bieten Raum für Büros. Obenauf sitzen Penthouse-Wohnungen. Inklusive dieser fünf Objekte entstehen 94 Wohnungen, vor allem mit ein, zwei oder drei Zimmern. 70 davon sind zu vermieten, 24 zu verkaufen. "In einem Gebäude ist angedacht, möblierte Kleinwohnungen anzubieten", sagt Rauh. Angedacht sei auch ein kleines Café im begrünten und vom Verkehr abgeriegelten Innenraum des Gebäuderiegels.

Geparkt wird vornehmlich unterirdisch - in der das ganze Areal umfassenden Tiefgarage, die über die Dr.-Pfleger-Straße angesteuert wird. 56 weitere Parkplätze gebe es oberirdisch, die über Leibniz- und Weigelstraße angefahren werden können. "Damit gibt es mehr Stellplätze als gefordert", betont Rauh.

Aus stadtplanerischer Sicht füge sich diese Nutzungsmischung gut in die Innenstadt ein, sagt Bettina Gerlach. "Zumal die Fläche aktuell nur als Parkplatz genutzt wird." Die Pläne der Immo VBOM, einer 2017 von Oberpfalz-Medien und der Volksbank Nordoberpfalz gegründeten Immobiliengesellschaft, stärkten die Wohnnutzung im Zentrum.

Viele grüne Flächen

Der kleine Einzelhandel, der mit einer Verkaufsfläche von maximal 400 Quadratmetern je Ladengeschäft im Erdgeschoss eines Gebäudes entstehen könnte, bilde keinen Gegenpunkt zu den großen Einkaufsstraßen und dem künftigen Nordoberpfalz-Center (NOC). Zudem werde sowohl das Planungsgebiet (grüne Flächen im Innenbereich, begrünte Flachdächer) als auch das Randgebiet durchgrünt.

Ein Fußweg zwischen dem Projekt und dem angrenzenden "Netto"-Markt sei angedacht und schaffe eine gute Verbindung zwischen dem Park um die Max-Reger-Halle zum Grün rund um den Stadtmühlbach. Auch der Verkehr rund um das Projekt an Knotenpunkten wie Weigel-/Leibnizstraße oder Weigel-/Dr.-Pfleger-Straße sei "weiter günstig abregelbar". Das überzeugt das Gremium im Neuen Rathaus. Im nächsten Schritt werden die Öffentlichkeit und die Behörden gehört.
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