"Schwierige Marktsituation": Von 270 auf 79 Mitarbeiter
Iliotec baut weiter ab

Und wieder war die Markteinschätzung zu optimistisch: Der einstige Marktführer bei Photovoltaik-Anlagen in der Region, die Iliotec, muss selbst nach Insolvenz und Eingliederung in die Regensburger Fronteris-Gruppe weiter kräftig Personal abbauen.

Am Donnerstag hat die Geschäftsführung der Iliotec Elektrotechnik GmbH ihren Mitarbeitern überraschend mitgeteilt, dass sie sich "aufgrund der schwierigen Marktsituation" von 21 von insgesamt 100 (gesamte Gruppe) Mitarbeitern zum nächsten Monatsende trennen muss. Zum Zeitpunkt der Insolvenz im November 2012 zählte die Iliotec Solar GmbH rund 270 (!) Beschäftigte. Nach Umsetzung der jüngsten Umstrukturierung sind es noch 79.

In Regensburg müssen 4 von 56 Mitarbeiter gehen, in Wendelstein 6 von 19 und in Passau 2 von 6. Hart trifft es die Parade-Niederlassung Weiden: Hier müssen sich 9 der 19 Beschäftigten einen neuen Job suchen.

Geschäftsführer Markus Brosch versichert, dass alle Auszubildenden bis zum Abschluss ihrer Lehre bei Iliotec bleiben können. Hintergrund für die Entlassungen sei die Kundenverunsicherung auf dem Markt "Erneuerbare Energien", im Speziellen in der Photovoltaikbranche. "Aufgrund vieler Gesetzesänderungen sowie Bestrebungen der Regierung, den Bestandsschutz für Solarstromanlagen zu kippen, sind viele Investitionsentscheidungen zurückgestellt worden." Dies bestätigten auch die neuen Zahlen der Bundesnetzagentur zum Zubau von Photovoltaikanlagen in den letzten drei Monaten.

Geschäftsführer Stefan Dobler betont, dass man an allen Standorten festhalte. "Bei Erholung der Nachfrage werden wir unseren Mitarbeiterstamm wieder vergrößern." Die Firma Iliotec Solar wurde in die Iliotec GmbH, Iliotec Elektrotechnik GmbH und Iliotec Service GmbH aufgesplittert. Mit über 70 Mitarbeitern bleibe die Iliotec der Marktführer in Ostbayern.
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