15.10.2017 - 17:56 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Tausende Besucher bei Bau- und Immobilienmesse Schwerpunkt Sicherheit

Wer bauen oder renovieren will, muss oft von Pontius zu Pilatus pilgern, um alle seine Fragen beantwortet zu bekommen. Die Bau- und Immobilienmesse bietet alles auf engstem Raum. Experten stehen für fast alle Fragen zur Verfügung

von Siegfried BühnerProfil

Auch in diesem Jahr strömten wieder knapp 4000 Besucher zur Bau- und Immobilienmesse in die Max-Reger-Halle. Viola Vogelsang-Reichl, geschäftsführende Verlegerin der Oberpfalz-Medien, eröffnete die Ausstellung mit Bürgermeister Jens Meyer. Mit dem neuen Schwerpunktthema Sicherheit sollte einem aktuellen Informationsbedürfnis in der Bevölkerung Rechnung getragen werden.

Für Meyer ist "der Wunsch nach eigenen vier Wänden ein Grundbedürfnis der Menschheit". Der Bürgermeister sieht in der Bau- und Immobilienmesse auch einen "weiteren Meilenstein für die Messestadt Weiden". Aufgrund seiner beruflichen Praxiserfahrung stellte der Kommissar fest, dass Sicherheit in Anbetracht der noch immer hohen Zahl von Wohnungseinbrüchen ein großes Anliegen sei.

Weniger Einbrüche

Dass es Fortschritte bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität gebe, berichtete im ersten Vortrag Dieter Melzner, kriminalpolizeilicher Fachberater. In Weiden sind diese Delikte 2016 um gut ein Drittel zurückgegangen: auf 22 Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche. Dank des häufig verbesserten Einbruchschutzes würde rund jeder zweite Versuch vorzeitig abgebrochen. Mit diesen Fragen befasste sich die Sonderschau "Einbruchschutz und Sicherheit". Die Kriminalpolizei hatte einen großen Informationsstand aufgebaut. Sie bietet Hausbesitzern zudem einen kostenlosen Hausbesuch an. "Wir empfehlen dabei nicht bestimmte Hersteller von Sicherungsanlagen, sondern informieren mit einer Liste aller Firmen, die die Sicherheitsnormen erfüllen."

In der Sonderschau im Gustav-von-Schlör-Saal wurde auch das breite Spektrum mechanischer und elektronischer Schließ- und Alarmsysteme vorgeführt. Unter anderem ein System, das hauptsächlich auf der Basis von Schallwellen innerhalb der geschützten Räume arbeitet. Mit 5000 Euro Kosten "und deutlich Luft nach oben" für eine moderne, gut funktionierende Alarmanlage müsste man schon rechnen, erläuterte Polizeiberater Melzer. Dafür würde man sich die Gebühren für Fehlalarmierung der Polizei sparen: "Die werden fast immer eingetrieben."

Größte Exposéwand

Auch außerhalb des Schwerpunktthemas Sicherheit der Ausstellung gab es für die Bau- und Renovierungswillige wichtige Informationen. Das Energietechnologische Zentrum (etz) stellte effiziente Wärmepumpen vor und empfahl die Durchführung eines "hydraulischen Abgleichs". Überhaupt ging es an vielen Ständen um Energieeinsparung. Photovoltaik-Anlagen würden sich auch heute noch rechnen, erläuterten die Vertreter dieser Branche. Ganz besonders gelte dies, wenn ausschließlich für den Eigenverbrauch erzeugt und gespeichert würde. Auch die Verbraucherzentrale beriet hauptsächlich über Energiethemen: "Wir checken Ihr Haus für 20 Euro." Breiten Raum nahm bei der Messe auch das Thema Immobilien und Finanzierung ein. Auch die Oberpfalz-Medien informierten über das gemeinsam mit der Volksbank initiierte Projekt "Neue Naabwiesen" (www.naabwiesen.de).

Die "größte Exposéwand Weidens" zeigte rund 100 Immobilienangebote. Wer verkaufen will, konnte sein Angebot in eine Verkäuferbox werfen. Immobilienberater sprachen von extremen Preissteigerungen im Stadtgebiet Weiden in jüngster Zeit. Zwei Tage ging es im Vortragsprogramm über fast alle Fragen rund um das Thema Bauen. Über 70 Aussteller waren vor Ort.

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