12.03.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Thema im Arbeitskreis Schule-Wirtschaft Schöne digitale Schüler-Welt

Die Digitalisierung wird den Schulunterricht weiter verändern. "Weg von der Wissenssammlung, hin zum Wissensfilter", so werde künftig der Lehrauftrag lauten.

Über "Digitale Technik" an Schulen diskutieren beim Steuerkreis "Schule-Wirtschaft": Elisabeth Junkawitsch, Dagmar Nachtigall und Jürgen Spickenreuther (sitzend, von links). Gastgeber ist Sparkassenvorstand Alexander Brittinger (links). Bild: Bühner
von Siegfried BühnerProfil

Dürfen Schüler im digitalen Unterricht ihr eigenes Handy nutzen? Diese Frage ist noch längst nicht entschieden. Auch über manch anderes Thema bei der "Digitalen Bildung an Schulen" müsse noch gesprochen werden, stellte die Seminarrektorin für Mittelschulen, Judith Müller, in ihrem Vortrag vor dem Steuerkreis "Schule-Wirtschaft" für Weiden und Neustadt fest.

Dass die digitale Welt künftig aber auch ganz massiv in den Schulalltag einzieht und vieles verändert, machte die Referentin vor den Vertretern aus Schulverwaltung und Wirtschaftsvereinigungen sehr deutlich. Die Schulen müssten sich darauf einstellen, dass die Digitalisierung in der Gesellschaft auch die Sozialisation der Kinder prägt. Der Bildungsauftrag verändere sich. "Einfache Probleme löst der Computer", sagte Müller. Der Schule obliege es, Kreativität, Querschnittsdenken, auch musische Themen zu vermitteln. Außerdem Teamfähigkeit und Sozialkompetenz. Der Trend: "Weg von der Wissenssammlung, hin zum Wissensfiltern." Die Schüler müssen den richtigen Umgang mit den Medien lernen. Dabei gehe es weniger um die Nutzung als um "Produktion und Reflexion digitaler Inhalte".

Im Programm der Staatsregierung "Masterplan Bayern Digital" sei vorgesehen, dass jede Schule ein eigenes Medienkonzept entwickelt. Dazu gehören Medienlehrpläne sowie Fortbildungs- und Ausstattungspläne. "Stellschrauben" im Masterplan seien unter anderem die Glasfaseranschlüsse, das Bayern-W-Lan und das digitale Klassenzimmer. Im Klassenzimmer gibt es zukünftig den Lehrer-PC, das digitale Großbild, den Zugriff auf das Schulnetz und die Dokumentenkamera.

Der zweite Themenkomplex befasste sich mit der "Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit von Schülern der Abschlussklassen". Barbara Mädl, Wirtschaftsförderin beim Landkreis Neustadt/WN, stellte die Projekte "Web-Hygiene" und "Mach was-AUS-BILDUNG" vor. Konrektorin Anja Bräu von der Mittelschule Eschenbach informierte über den am 19. März an ihrer Schule stattfindenden "Tag der Berufsorientierung".

Gremiumsgeschäftsführer der IHK, Florian Rieder, stellte die IHK-Ausbildungsscouts vor. Sie seien gut geeignet "Berufsinformation auf Augenhöhe" zwischen Auszubildenden und Schulabsolventen zu vermitteln. Die Leitung des "Schule-Wirtschaft-Steuerungskreises" hatten die beiden Vorsitzenden Schulrätin Elisabeth Junkawitsch und Jürgen Spickenreuther vom Wirtschaftsclub Nordoberpfalz sowie die stellvertretende Geschäftsführerin des Arbeitskreises "Schule-Wirtschaft", Dagmar Nachtigall. In der Diskussion gab es viel Lob für die vorgestellten Projekte.

Vorgestellt wurde auch das Ausbildungsbegleitprogramm "VerA", das Ausbildungsabbrüche verhindern soll. Als Senior-Consultant erinnerte Günther Grabs daran, dass vor genau 30 Jahren erstmals der Arbeitskreis "Schule-Wirtschaft" in der nördlichen Oberpfalz zusammengekommen sei, "damals noch gemeinsam mit Tirschenreuth". Stellvertretender Sparkassen-Vorstand Alexander Brittinger hatte die Gäste in den Räumen der Sparkasse Oberpfalz-Nord willkommen geheißen.

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