"Überlebenswichtig" für alle Betriebe
Auszubildende lernen E-Commerce

Gemeinsam in die digitalisierte Zukunft: (von links) Berufsschulleiter Josef Weilhammer , IHK- Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes und Bürgermeister Jens Meyer besiegelten das neue Weiterbildungsangebot "E-Commerce-Marchant". Bild: sbü

(sbü) Die Europaberufsschule in Weiden ist anderen einen Schritt voraus. Anstatt neue Ausbildungsberufe durch umständlichen Verfahren zu entwickeln, schaffen die Verantwortlichen Fakten. Der Internethandel boomt. Um sich am Markt behaupten zu können, muss man sich dem Trend anschließen. Doch in den Lehrplänen traditionell kaufmännischer Ausbildungen kommen Themen wie die Gestaltung einer Web-Seite oder Suchmaschinenoptimierung oft zu kurz.

Dabei sind gerade diese Aspekte für Handelsunternehmen lebensnotwendig. Zukünftig soll sich das ändern. Die Europaberufsschule entwickelte mit der IHK-Akademie für kaufmännische Auszubildende ein ausbildungsbegleitendes Weiterbildungsangebot. Schon während der Berufsausbildung können sich Interessierte zum "E-Commerce-Merchant" schulen lassen. Um die formellen Voraussetzungen zu schaffen, unterzeichneten Europaberufsschule-Schulleiter Josef Weilhammer, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes sowie Bürgermeister Jens Meyer eine Kooperationsvereinbarung. Weilhammer stellte die drei Säulen "Social Media Manager, "Online-Marketing-Manager" und "E-Commerce-Manager" vor.

Neues Berufsbild

Wer die Fortbildungen durchlaufen hat, darf sich E-Commerce-Merchant nennen und erhält ein IHK-Zertifikat. Das Angebot soll noch im laufenden Ausbildungsjahr beginnen. "Wir wollen dem Trend der zunehmenden Digitalisierung in den Berufen Rechnung tragen und allen Schülern und Betrieben dieses Angebot machen, die einen solchen Bedarf haben", betonte Weilhammer.

Der Schulleiter spricht aus Erfahrung. Auch die Ausbildung zum Fremdsprachenkaufmann sei bestens angenommen worden. "Die Oberpfalz profitiert von der Innovationskraft der Europaberufsschule", betonte Helmes und bedankte sich bei Weilhammer. Er erinnerte daran, dass die Mehrzahl der Schulabsolventen studieren wolle und an die daraus resultierenden unbesetzten Ausbildungsplätze. "Wir haben deshalb die Aufgabe, die Berufsausbildung wieder attraktiver zu machen."

Strahlkraft für Bayern

Nur, wenn Ausbildung mit Fortbildung verknüpft würde, "funktioniere der Begriff Karriere mit Lehre". Auch Bürgermeister Meyer lobte die Ideen von Schulleiter Weilhammer und betonte: "Die Europaberufsschule hat eine Strahlkraft nach ganz Bayern." Durch das neue Angebot werde Schul- und Berufswissen mit einem der Hauptinteressen von Jugendlichen verknüpft - den Social Media. Evelin Gabriel von der IHK-Akademie wird die Weiterbildung künftig betreuen. "Wir kommen den Betrieben auch dadurch entgegen, dass die einzelnen Module weitgehend an Berufsschultagen vermittelt werden", informierte Weilhammer. Präsenzunterricht und Online-Fortbildung ergänzen sich. Zudem ist es möglich, auch einzelne Module zu besuchen.
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