Verdi ruft zum Warnstreik auf
WTW bleibt zu

Da kann sich der Dreikäsehoch noch so anstrengen: Die Türen der WTW bleiben am Mittwoch zu. Verdi hat zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Bild: Schönberger

Wer am Mittwoch einige Bahnen ziehen will, hat Pech. Die Thermenwelt bleibt geschlossen. Der Grund: Warnstreiks. Die Gewerkschaft Verdi hat die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

"Den Schulschwimmbetrieb konnten wir noch aufrechterhalten", sagte Johann Riedl, Geschäftsführer der Stadtwerke Weiden. Aber das Bad für die Öffentlichkeit aufzusperren, sei ohne Personal nicht möglich gewesen.

Ebenso waren die Mitarbeiter des Kinderhauses Tohowabohu dem Aufruf gefolgt, sich dem eintägigen Warnstreik anzuschließen. Für Eltern, die sich nicht freinehmen konnten, gab es eine Notgruppe. Dies sei aber im Vorfeld bekannt gewesen. Vereinzelt kam es auch im Rathaus zu streikbedingten Verzögerungen in den publikumsintensiven Bereichen.

Viele der Streikenden machten sich auf den Weg nach Nürnberg, um an der Kundgebung am Kornmarkt teilzunehmen. Laut Alexander Gröbner, Geschäftsführer Verdi Bezirk Oberpfalz, starteten 15 Busse allein aus der Oberpfalz nach Mittelfranken. An die 9000 Teilnehmer hatten sich auf dem Platz versammelt. Da die dritte Verhandlungsrunde kurz bevorsteht, will Verdi den Druck auf Bund und Kommunen erhöhen.

Laut Verdi beteiligten sich an den Streiks Betriebsteile der Kliniken Nordoberpfalz AG, die Stadt Weiden mit Verwaltung, Stadtgärtnerei und Bauhof, die Stadtwerke Weiden mit Klärwerk, Verwaltung, Wasserwerk, Werkstatt und WTW, Agentur für Arbeit Weiden mit Servicecenter und das Jobcenter Weiden-Neustadt.

Verdi fordert in dieser Tarifrunde für eine Laufzeit von 12 Monaten 6 Prozent tabellenwirksame Einkommenserhöhung, mindestens aber 200 Euro. Damit will die Gewerkschaft vor allem die unteren Einkommensregionen im öffentlichen Dienst stärken. Auszubildenden sollen 100 Euro monatlich mehr sowie eine Übernahmegarantie erhalten.

Heute weitere WarnstreiksAuch diesen Donnerstag kommt es zu Warnstreiks im Stadtgebiet. Denn der Kreisverband Weiden der Gewerkschaft Komba beteiligt sich um 11 Uhr an der Demonstration am Nelson-Mandela-Platz in Nürnberg. Abfahrt der Mitglieder ist um 9 Uhr am Bahnhof Weiden. Komba-Mitglieder aus nahezu allen Bereichen der Stadt Weiden, insbesondere Bauhof/Gärtnerei und Kinderhaus Tohuwabohu, aber auch der Verwaltung, der Regionalbibliothek und der Verkehrsüberwachung sowie des Klinikums werden an diesem Tag ihre Arbeit niederlegen. Damit protestieren sie "gegen die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen", so die Komba. (exb)
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