18.03.2018 - 15:58 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Vier Fachvorträge beim 7. Immobilenabend der Volksbank Raiffeisenbank Bauland in engen Grenzen

Ein Dilemma: Bauland im Stadtgebiet ist ebenso heiß begehrt wie rar. Beim 7. Weidener Immobilienabend zeigt Baudezernent Oliver Seidel Lösungen auf.

Die Verantwortlichen und Referenten (von links): Bank-Vorstand Thomas Ludwig, Leiter des Bereichs "Bauen Wohnen" Oliver Ludwig, Finanzierungsspezialist Armin Burkhard, Baudezernent Oliver Seidel, Fides-Vorstand Gunnar Hackl, Robert Bucher ("Bucher Properties"), Berater Robert Brunner und Vorstandssprecher Rudolf Winter. Bild: fsb
von Redaktion OnetzProfil

"Sie suchen nach at-traktiven Immobilien- und Finanzlösungen für Ihr Vermögen?" Das fragte die Abteilung "Bauen & Wohnen" der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz - und lud zum 7. Weidener Immobilienabend. Die etwa 100 Gäste hörten vier Vorträge. Einen davon hielt Oliver Seidel, Leiter des städtischen Bau- und Planungsdezernats. Er ermunterte die Anwesenden zu einem Dialog bei seinem Thema "Die Baulandstrategie der Stadt Weiden".

Zieldefinition sei der Flächennutzungsplan von 1993. Die Wohnbaulandentwicklung sei hier praktisch abgeschlossen. Es gebe rund 56 Hektar an Baulücken im Stadtgebiet mit vorhandenem Baurecht und Infrastruktur, worauf jedoch die Stadt keinen Zugriff habe. Einerseits herrsche Knappheit bei den Entwicklungsflächen, andererseits gebe es ein Überangebot an Bauanfragen. Um dieses Dilemma in den Griff zu bekommen, stellte Seidel eine "Quadriga an Lösungsstrategien" vor:

eine Aktivierung vorhandenen Baulands , einhergehend mit der Führung und Veröffentlichung einer Art Baukatasters

eine Nachverdichtung , bei der im Kontext mit den Eigentümern Hinterliegerbaupläne überprüft und gegebenenfalls an das vorhandene Baurecht angepasst werden

die Umnutzung von Flächen , die ihre ursprüngliche Nutzung verloren haben oder diese nicht mehr intensiv betrieben wird, aufgezeigt an den Beispielen Turnerbund und Oberpfalzmedien-Gelände

die Neuausweisung von Bauland , wozu derzeit nach einer Bestandsaufnahme Entwicklungsszenarien unter Beteiligung lokaler Akteure erarbeitet werden, die das FNP-Forum diskutiert und der Stadtrat womöglich bis 2019 annimmt.

Ein Besucher wandte ein, dass in Weiden etliche Häuser denkmalgeschützt und damit nicht für neues Bauen freigegeben seien. Seidel brach jedoch eine Lanze für den Denkmalschutz: "Ein Denkmal ist nicht eines, weil es schön ist, sondern etwas Besonderes darstellt."

In Film und Texten stellte präsentierte Robert Bucher von "Bucher Properties", einem der Bauherren, das Regensburger Projekt "Das Dörn-Berg" vor, das aktuell größte Bauvorhaben in der Stadt. In Regensburg, zweitgrößter Immobilienmarkt Ba-yerns mit etwa 1500 Zuzügen jährlich und einem weiter steigenden Marktpreis von derzeit 13,50 Euro pro Quadratmeter, kann die Nachfrage nach Wohnraum nicht gedeckt werden. Nur 400 m von der Altstadt entfernt wächst in drei Bauabschnitten auf 25 Hektar Fläche im Inneren Westen Schritt für Schritt ein neues Stadtviertel mit 1100 geplanten Wohneinheiten heran. Als Eingang zum Quartier wird bis 2019 das bereits an Investoren verkaufte Dörnbergforum errichtet mit Einzelhandel, Gastronomie und Hotel, Fitnesscenter, Arztpraxis und Apotheke sowie Büros. Ihm schließen sich der Georgenhof (geplante Fertigstellung ab Spätsommer 2018), der Johanneshof (Baubeginn April 2018 mit über 400 Wohneinheiten, zum größten Teil Mietwohnungen) und der Karolinenhof (Bauphase 2019-2021) an. Ein großzügiger Landschaftspark und eine Kita an zentraler Stelle liefern optimale Bedingungen für das Freizeit- und Familienleben im Stadtquartier.

Im dritten Referat erläuterte Gunnar Hackl, Vorstand der Fides Bauträger GmbH, das Neubauprojekt "Wohnen in den Krumpeshöfen". Hierbei entstehen in zweiter Reihe in der Vohenstraußer Straße im Weidener Osten drei Punkthäuser mit insgesamt 23 Wohnungen und 36 Kfz-Stellplätzen. Ausstattungsmerkmale sind unter anderem ein Aufzug in jedem der KfW-Effizienzhäuser 55, Videosprechanlage und hochwertige Parkettböden in den Wohnräumen.

Über die Finanzierung solcher Projekte durch die Volksbank Raiffeisenbank referierten zum Abschluss im Duett Immobilien- und Baufinanzierungsberater Robert Brunner und Finanzierungsspezialist Armin Burkhard. Dabei stellten die Referenten das "Mehrgewinner-Modell" vor, sprachen über die Zinsentwicklung, die Anschlussfinanzierung und über die Partner der Bank.

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