09.02.2017 - 17:48 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

WGS will nun auch die Parkdecks überarbeiten Tiefgarage trägt sich

Fremde brauchen ein Navi zur Stellplatzsuche, denn das Weidener Parkleitsystem ist so rätselhaft wie eh und je. Umso bemerkenswerter ist die gute Entwicklung bei der Allee-Tiefgarage und den beiden Parkdecks, die in den Besitz der WGS Stadtentwicklung übergingen. Geschäftsführer Günther Kamm sieht noch mehr Potenzial.

von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Ein zentrumsnaher Parkplatz ist in Weiden immer zu finden. In der generalsanierten Allee-Tiefgarage, vor allem aber in den beiden Parkdecks Naabwiesen und Friedrich-Ebert-Straße. Parken kostet hier wie dort 90 Cent in der ersten Stunde, danach 1,20 Euro pro Stunde. Rund 420 000 Autofahrer stellten im Jahr 2016 ihr Fahrzeug in eines der drei Gebäude. Besonders gefragt waren die Parkplätze in der Innenstadt im einkaufsstarken Dezember: 51 498 Parker zählten die Automaten.

Im Januar flachte die Kurve wieder ab. 35 800 Autofahrer nutzten das Angebot der WGS (Weidener Gesellschaft für Stadtentwicklung), die von der Stadt die drei Parkierungsanlagen erwarb und seitdem dabei ist, sie technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Sicher, es könnten mehr Fahrzeuge einfahren und damit mehr Parkgebühren generieren. Aber Kamm ist zufrieden. Die Idee, die Gebühren zu senken, um mehr Autofahrer zum Parken in seinen Garagen zu animieren, sei "sehr weit weg".

"Wir haben investiert. Und verdienen Geld mit unseren Garagen. Wir liegen sogar leicht über unserem Plan", betont Kamm. Die neue LED-Beleuchtung spare kräftig. Die Allee-Tiefgarage sei heute top. Noch Nachholbedarf gebe es bei den Parkdecks. In der Friedrich-Ebert-Straße etwa würden die Parkbuchten als zu eng empfunden. Die gewaltigen Säulen - nach jedem dritten Stellplatz steht eine - zu "verschlanken", sei möglich, aber auch sehr teuer. Eine grundlegende Sanierung sei nötig, wenn die Idee weiter verfolgt werde, einen Teil der über 200 Stellplätze zu "privatisieren". "Über 50 Interessierte haben reserviert." Bisher ist die Hälfte der Parkplätze dauervermietet. Den Rest nutzen Wechselparker.

Noch größer sind die Fragezeichen hinter dem Parkdeck Naabwiesen, der mit 460 Stellplätzen größten Einrichtung. Hier stehen weitere Arbeiten an, etwa im Belag. "Wir müssen wissen, wie es weitergeht. Hat das Parkdeck eine reelle Zukunftschance?" Diese wiederum hingen von den städtischen Planungen in der Innenstadt ab. "Da liegt vieles im Nebel. Wir bräuchten ein Navi."

Blick nach Amberg

Einen "Preishit" bieten die Amberger Stadtwerke mit dem Flexi-Ticket für ihre Ziegeltor-Tiefgarage, das sich an Pendler richtet. Für maximal 2,50 Euro darf 12 Stunden geparkt werden. Ebenso wie die Tiefgarage Kurfürstenbad leidet die Ziegeltorgarage an mangelnder Auslastung. Für "gewöhnliche" Parker kostet die erste Stunde einen Euro, jede weitere Stunde gerade mal 50 Cent. Ein Amberger Sonderangebot. (wd)

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