Wiedereröffnung nach Umzug
Weltladen jetzt in der Altstadt

Annette Rösel, Verkaufsleiterin im Weltladen (Zweite von rechts) begrüßt die zahlreichen Gäste, darunter auch Vermieterin Irene Späth (sitzend), zur Eröffnungsfeier in der Türlgasse. Bild: sbü

"Komm lass uns fair kaufen gehen in der Türlgasse 16" sang Hubert Treml in seinem Lied zur Eröffnung des Weltladens. Für Verkaufsleiterin Annette Rösel war es die Krönung einer arbeitsreichen Umzugszeit in den letzten Wochen.

Lange sei nach einer neuen Bleibe gesucht worden. Dann endlich waren die Räume in der Türlgasse gefunden geworden, berichtete Rösel. "Wenn wir in der Braunmühlstraße zum Fenster hinaus schauten sahen wir nur eine leere Straßen und Wolken. In der Türlgasse sieht man Menschen". Dass am neuen Standort ab sofort Stammkunden und Passanten der Altstadt im Weltladen einkaufen, darauf hoffen die Verkaufsleiterin und die 22 ehrenamtlichen Helfer.

Für Ulrich Frey, dem Vorsitzenden des Trägervereins des Weltladens Weiden wird es für die Bürger ab sofort einfach gemacht, "den Produzenten der im Weltladen verkauften Waren einen gerechten Preis zu bezahlen". Frey erinnerte daran, dass der Weltladen in Weiden bereits vor 35 Jahren gegründet wurde. Hier einzukaufen bedeute "mehr Lebensqualität für die Menschen zu schaffen". Oberbürgermeister Kurt Seggewiß hoffte, dass von der Idee eines fairen Handels immer mehr Menschen begeistert werden. "Die Menschen müssen umdenken." Kritisch erinnerte Seggewiß auch daran, dass Agrarexporte und Importbeschränkungen der EU ebenfalls zur schwierigen Situation der Produzenten in den Entwicklungsländern beitragen würden. Zu den Gratulanten der Eröffnungsfeier zählte auch Alexander Herzner vom Institut für Nachhaltigkeit an der OTH Amberg-Weiden. Der Wissenschaftler rechnete vor, dass vom weltweiten fairen Handel bereits jetzt sechs Millionen Menschen profitieren würden.

Vermieterin Irene Späth bekundete ihre Sympathie zum Weltladen mit dem Satz "Ich habe dort schon eingekauft, als er noch seinen Standort in der Alleestraße hatte". Den kirchlichen Segen spendeten Stadtpfarrer Markus Schmid und Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler.
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