Frohbotschaft in die Welt tragen

Die Blaskapelle Weiding unter Leitung von Andreas Königsberger war in der Pfarrkirche St. Nikolaus dabei und überraschte mit verschiedenen Arrangements im Programm. Bilder: mmj (3)
Kultur
Weiding
09.01.2017
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Der Kirchenchor mit Dirigent Alexander Lottner war mit der vielseitigen Liederauswahl zum Dreikönigskonzert bestens vorbereitet.

Die Freude war Sebastian Betz ins Gesicht geschrieben, als er zum Dreikönigskonzert in der Pfarrkirche St. Nikolaus zahlreiche Gäste begrüßte. Deren Kommen hatte sich gelohnt! Sopranistin Felicitas Mandon, das Männerensemble "Sine Nomine", die Blaskapelle und der Kirchenchor boten vor dem Hochaltar einen musikalischen Leckerbissen.

Einen besserer Anlass als das Fest der Heiligen Drei Könige, so der Sprecher, hätte es für diesen musikalischen Abend nicht geben können. Kaspar, Melchior und Balthasar trugen als erste Missionare die Frohbotschaft von Jesus Christus in die Welt hinaus. Diese solle auch an diesem Abend mit Liedern und Musik verkündet werden. Das Lied "Seht ihr unsern Stern dort stehen", bei dem alle Anwesenden mitsangen, brachte die passende Einstimmung.

Besondere Note

"New Festival Music", komponiert von Markus Götz, wählte die Blaskapelle unter Stabführung von Andreas Königsberger für ihren ersten Auftritt zu diesem festlichem Anlass, dem der Kirchenchor, Leitung Alexander Lottner, mit dem Lied "Frieden auf Erden" folgte. Gespannt erwarteten die Konzertbesucher Sopranistin Felicitas Mandon, die in München Konzert- und Operngesang studierte. Die Schwester von Chorleiter Alexander Lottner brillierte bei ihrem ersten Auftritt in der Pfarrkirche mit "Süßer die Glocken nie klingen" und verlieh dem Weihnachtsklassiker eine besondere Note.

Die Sänger von "Sine Nomine", einem Männerensemble aus dem Raum Schwandorf, standen ebenfalls erstmals im Weidinger Gotteshaus. Im A-Capella-Stil sangen sie aus dem Arrangement von Göte Windlund "Ding-dong", ihre Freude am Singen war dabei deutlich erkennbar. Maria Scherr trug eine Weihnachtsgeschichte. Sie erzählte von der einsamen, alten Babuschka, die mit den drei Königen das neu geborene Kind suchen sollte.

Das Werk "Mère Marie de l'Incarnation" von Jean Françaix' kündigte Sebastian Betz als sehr passend zu dem Konzert in der Weihnachtszeit an. Sebastian Wagner bewies dabei auf der Eisenbarth-Orgel der St.-Nikolaus-Kirche sein Ausnahmetalent. Den Klassiker "I Will Follow Him" aus dem Musical "Sister Act" gab es von den Musikanten an ihren Instrumenten und mit dem Gesangstück "Die Könige" von Peter Cornelius versinnbildlichten Felicitas Mandon und "Sine Nomine" den Zug der Weisen aus dem Morgenland.

Mit "Lord of the Dance" überraschte der Kirchenchor. Die Mitwirkenden bewiesen dabei, dass sie nicht nur Messgesänge in Deutsch und Latein in ihrem Repertoire haben. Musik sei international, so Sebastian Betz in der Ankündigung zu diesem Klassiker. Dabei erinnerte er an die Tradition des Chorgesangs in Weiding. Den Kirchenchor habe Günther Dirscherl über viele Jahre geprägt, Alexander Lottner setze die Tradition des Chores fort.

Freude am Gesang

"Sine Nomine" und die Männer aus den Reihen des Kirchenchores sangen vom Gang Marias übers Gebirge und von den Frauen des Chores hörten die Besucher "Es wird scho glei dumpa". "Fröhliche Weihnachten" wünschte anschließend Felicitas Mandon im Soloauftritt. Mit dem Lied "Adeste fideles" zeigten alle Mitwirkenden nochmals gemeinsam ihre Freude und Begeisterung am Gesang, die sich auf das Publikum übertrug. Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger dabei von der Blaskapelle. Dieser Klangkörper habe sich seit seiner Entstehung vor mehr als 130 Jahren fest im Vereinsleben integriert und zähle, so der Sprecher, zu den aktivsten Vereinen.

Worte des Dankes gab es von Sebastian Betz an alle Teilnehmer. Sie hätten für die Vorbereitung zum Konzert keine Mühen gescheut und das Dreikönigskonzert zu einem besonderem Erlebnis werden lassen. Ihr Engagement und die Vielzahl von Klangfarben, die sie an diesem Abend in das Gotteshaus gebracht haben, wurden mit viel Applaus belohnt.
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