03.04.2018 - 17:00 Uhr
Oberpfalz

Digitale Themen spielen Hauptrolle im Gemeinderat Schnelles Internet ohne Tempo

Anwohner der Bergstraße in Weiding kritisieren eine zu langsame Internetverbindung. Die Anbieterfirma Amplus kann das nicht nachvollziehen. Im Gemeinderat rückt auch die Verbesserung des Digitalfunks in den Fokus. Hier heißt es noch abwarten.

Bewohner der Bergstraße in Weiding hadern mit der Geschwindigkeit ihrer Internetverbindung. 30 Megabit pro Sekunde würden bei der Übertragung nicht erreicht. Diese Auffassung, so Bürgermeister Manfred Dirscherl, könne das Unternehmen Amplus nicht nachvollziehen. Bild: mmj
von Ludwig HöcherlProfil

Die Sitzung des Gemeinderats im Aufenthaltsraum des Feuerwehrhauses eröffnete Bürgermeister Manfred Dirscherl mit Informationen über Beschlüsse aus der jüngsten nichtöffentlichen Sitzung. So wurden die Zimmererarbeiten für den Bauhof an die örtliche Zimmerei Ring und die Spenglerarbeiten an die Firma Schieber (Schönsee) vergeben.

Information gab es vom Bürgermeister zum Thema Breitbandausbau in der Bergstraße. Reklamationen von IT-Nutzern in einem Teilbereich dieses Straßenzugs, bei denen die Übertragungsgeschwindigkeit von 30 MBit/Sekunde nach deren Darstellung nicht erreicht werde, könne das Breitbandunternehmen Amplus nicht nachvollziehen. Von dessen Seite werde keine Notwendigkeit gesehen, weitere Maßnahmen zu ergreifen, da die Leistung nach eigener Messung erbracht wird.

Ausbau geht weiter

Ab Hausnummer "Bergstraße 22" und in anderen Gemeindeteilen werde der Ausbau in diesem Monat fortgesetzt. Sinnvoll hält es der Bürgermeister, wenn in der Bergstraße und in Richtung Stadlern zusätzlich Leerrohre für die Glasfaserleitung eingebaut würden. Die Baumaßnahmen am Bauhof, so Manfred Dirscherl weiter, machen den Abtransport von Erdreich erforderlich. Der Gesetzgeber schreibt in solchen Fällen die Entnahme von Haufenbodenproben vor. Diese werden vom Labor Protec entnommen und die Schadensklassifizierung festgestellt. Die Proben seien notwendig, allerdings auch mit einem nicht unerheblichen Kostenaufwand verbunden, so Dirscherl. Vom Landesamt für Umweltschutz seien die Richtlinien unter Einbeziehung des Abfall- und Wasserrechts sowie Vorgaben aus Abteilungen des Innenministeriums bei der Prüfung zu beachten.

Zum Fuhrpark der Feuerwehr erwähnte der Bürgermeister die für kommendes Jahr geplante Anschaffung eines Fahrzeugs in der Gewichtsklasse von 7,5 Tonnen. Mit erforderlicher Ausrüstung und der Besatzung sei jedoch der Ankauf eines 8,5-Tonners als Mehrzweck-Löschfahrzeug (MLF) sinnvoll. Einstimmig erteilte der Gemeinderat der Verwaltung den Auftrag, sich mit einem fachkundigen Ingenieurbüro wegen der Ausschreibung in Verbindung zu setzen. Für den Antrag zur Verbesserung des Digitalfunks gab es bisher noch kein zufriedenstellendes Ergebnis. So sehe der Mobilfunkbetreiber Vodafone generelle Probleme im Übertragungsnetz wegen der Nähe zur Landesgrenze. Eine Rückmeldung der Telekom stehe noch aus.

Lisa Biegerl, zuständige Kämmerin in der Verwaltungsgemeinschaft, informierte über Zahlen aus der Jahresrechnung. Der Verwaltungshaushalt schließt mit Einnahmen/Ausgaben von 727 650 Euro, die Zuführung an den Vermögenshaushalt beträgt 104 714 Euro. Einnahmen und Ausgaben des Vermögenshaushalt betragen 825 482 Euro. Der Fehlbetrag von 214 785 Euro wird durch Entnahme aus den Rücklagen gedeckt. Die zum Jahresende 2017 schuldenfreie Gemeinde verfügt zu diesem Stichtag über Rücklagen von 801 370 Euro.

Sträucher zum Jubiläum

Einrichtungsleiterin Petra Spachtholz vom Haus Fuchsenschleife hatte bei der Sitzung die Möglichkeit zur Information über die Dr.-Loew'sche Einrichtung. Diese feiert heuer das 50-jährige Bestehen. Aus Anlass dieses Jubiläums stellt die "Fuchsenschleife" aus ihrer angeschlossenen Baumschule den Haus- und Gartenbesitzern 50 verschiedene Sträucher zur Verfügung. Diese werden von den Mitarbeitern und Bewohnern geliefert und gepflanzt. Interessenten für diese Gewächse sollten sich beim Bürgermeister melden. Die angebotenen Sorten sind an der Amtstafel ersichtlich.

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