Akordeonorchester spielt in Friedenskirche
Birgit Bundils Gespür für Schnee

Das Orchester spielte Stücke, die zu Herzen gingen. Bild: fm
Vermischtes
Weigendorf
28.12.2016
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Die Sehnsucht nach Schnee - diesen Wunsch von Birgit Bundil erfüllte ihr das Akkordeonorchester unter ihrer Leitung mit dem Begrüßungsstück "Let it snow" in der Friedenskirche. Die Musiker boten ein klangvollen Potpourri von Weihnachts- und Wintermelodien.

Hartmannshof. Ein Kirchenschiff im Halbdunkel - was passt besser zur Weihnachtszeit? Das 20-köpfige Ensemble von Laienspielern thronte auf der Altarfront über den zahlreichen Zuhörern und nutzte so die gute Akustik aus. Zum Verständnis der einzelnen Stücke flocht Birgit Bundil neben Entstehung und Komponisten eigene Gedanken ein. So vor dem langsamen, zarten "God help the outcasts" das Schicksal der Ausgestoßenen.

Im Herzen strahlen

Das "Ich bete an die Macht der Liebe" nahm Pfarrerin Judith Felsner zum Rückblick auf die Wandlung des russischen Komponisten Bortujanski zum gläubigen Christen. Die bekannte Melodie wurde gelungen in den Akkordeon-Sound mit den rhythmischen Bässen und den jubilierenden Höhen umgesetzt. Mit "Weihnachtssternen" waren fünf kirchliche Weisen gemeint, die in die Herzen strahlen mögen. Das Fußballsystem mit seinen Aus- und Einwechslungen musste für die Verringerung der Gruppe herhalten. Die verbleibenden neun Spielerinnen ließen nochmals die echte Winterlandschaft mit Schnee und Rentier Rudolf beim "Happy White Christmas" entstehen. Das Märchen vom "Aschenbrödel" hatte Karl Svoboda zu einem Stück über die drei Nüsse inspiriert, eine melancholische Hinführung zu deren Zauber. Nachdenkliche Tendenz hatte auch die Dr.-Schiwago-Filmmelodie zu "Laras Thema", dem "Weißt du wohin?"

Dächer weiß überzuckert

Direkt zum Christfest passte eine Melodienfolge mit bekannten Weihnachtsklängen. Nochmals wurde mit dem "White Christmas" der Schnee herbeigesehnt, der nach Prophezeiung von Birgit Bundil noch in der Nacht kommen sollte - tatsächlich waren die Dächer bis zum nächsten Morgen weiß überzuckert. Zum klangvollen Abschluss war die ganze Gruppe wieder vollständig vereint und verabschiedete sich schließlich mit einem bunten Strauß weihnachtlicher Musik.

Viel Beifall war der beste Lohn für die bestimmt anstrengende Probenarbeit und das daraus entstandene eindrucksvolle Konzert mit besonderem Flair.
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