03.05.2018 - 10:42 Uhr
WeigendorfOberpfalz

Genuss pur beim fünften Kulinarik-Fest in Högen Schaulaufen der Köstlichkeiten

Elchrücken oder lauwarmer Saibling - die Entscheidung steht noch aus, gleichwohl das Völlegefühl im Anmarsch ist. Und das eine oder andere Dessert will auch noch untergebracht werden. Das Kulinarik-Fest beim Sternwirt in Högen ist erneut ein Schaulaufen der Köche.

Ein Meister seines Fachs und ein absolut lockerer Typ: Ludwig Maurer (links), der die Besucher des Kulinarik-Fests Wagyu-Rind probieren ließ, aber über die Pfannen hinweg auch für einen Plausch mit den Gästen zu haben war. Bilder: Sandig (3)
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Sulzbach-Rosenberg/Högen. Bei der fünften Auflage ist Junior-Sternwirt Jürgen Haas wieder einmal ein großer Wurf gelungen. Mit Ludwig Maurer kam ein Fleisch-Papst, Rinderzüchter, Sternekoch und Buchautor nach Högen und brachte eine wahre Delikatesse mit: Fleisch vom edlen Wagyu-Rind. Allerdings nicht ein Edelteil wie Filet, sondern ein eher weniger begehrtes Stück, Teres Major aus der Schulter.

Er hatte es sous vide gegart, im american style mit Whisky verfeinert und mit Barbecue-Jus serviert. Dazu gab es Graupen-Risotto und Bohnen mit Speck. Die Besucher des Kulinarik-Festes, darunter viele Sulzbach-Rosenberger, waren von der Zartheit dieses Fleisches genauso angetan wie vom BBQ Dry Age Mini Burger mit Rotkohl und Käse, den Fleischsommelier Johannes Lotter anbot, oder vom Elchrücken mit Petersilienwurzel und Shitake-Strudel, den Wolfgang Laschtowitz zubereitete. Dass viele Köche den Brei verderben, widerlegten die fünf Gastköche und Gastgeber Jürgen Haas eindrucksvoll. Allein schon Vorspeisen wie Jacobsmuschel mit Rinderherz und Sellerie, Cappuccino von der lila Kartoffel mit Garnelenspieß oder Morchelpraline auf Spargelsalat und Erbsensprossen machten Appetit auf das, was kommen sollte. Und dafür legte sich jeder einzelne Koch mächtig ins Zeug. Wer wirklich alles probieren wollte, musste richtig gesunden Appetit haben.

Front-Cooking, eine lockere Atmosphäre, von der sich auch die Gastköche - so mancher von ihnen ist seit dem ersten Kulinarik-Fest in Högen mit von der Partie - anstecken ließen, Eventcharakter dank Musik von DJ Art Duke und einer artistischen Showeinlage: All das macht das Kulinarik-Event zu einem veritablen Erlebnis. Ungewöhnliche Kombinationen wie Sellerieschaum, Apfel-Bananen-Chutney und gebratene Blutwurst, Außergewöhnliches wie gebackenes Bio-Ei mit Trüffel, Spargel und Spinat und Feines wie Wagyu-Rind oder Elchrücken lockten die Gäste an die einzelnen Stationen, an denen die Köche mit flotten Griffen hantierten und Teller um Teller den Besuchern reichten.

So mancher holte sich noch einen Nachschlag, obwohl das Völlegefühl längst im Anmarsch war. Doch da standen die süßen Verführungen von Anna Donhauser und dem Sternwirt-Team zum Abschluss des Kulinarik-Festes ja noch aus. Und die waren in der Sternwirt-Bar so verführerisch angerichtet, dass man sie unbedingt probieren musste: Creme Catalana, gebratene Polenta mit Amarenakirschen oder Gin-Tonic-Mousse mit Rhabarber und Minz-Injektion. Auch beim Dessert-Trio, mit dem Organisator Jürgen Haas aufwartete, konnte man schwerlich widerstehen: Vanille, Café au lait und Schokoladenhaube.

Erst nach Mitternacht traten die ersten Gäste den Heimweg an - nach außergewöhnlichem Geschmackserlebnis im schon vertrauten Rahmen. Denn wie manche Köche schon zum fünften Mal dabei waren, gibt es einige Gäste, die sich den Genuss pur Jahr für Jahr nicht entgehen lassen.

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