26.08.2014 - 00:00 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Schauspielerin Martina Stilp aus Weiherhammer heute Abend in der ARD - Seit 2013 in Wien Theater, Film und Fernsehen

Martina Stilp aus Weiherhammer gehört seit 2013 zum Ensemble des Wiener Volkstheaters. Heute Abend ist die 41-Jährige in der ARD-Serie "Paul Kemp - Alles kein Problem" zu sehen. Bild: Christian Jungwirth
von Elisabeth Schätzler Kontakt Profil

Von München über Augsburg und Graz nach Wien: Martina Stilp aus Weiherhammer kennt die großen europäischen Theaterbühnen. Nach dem Abitur am Elly-Heuss-Gymnasium Weiden ging die 41-Jährige auf die Otto-Falckenberg-Schule in München, die Fachakademie für darstellende Kunst. Zu ihrer bekanntesten Mitschülerin zählt die Bambi-Preisträgerin Franka Potente. "Sie war ein Jahr in meiner Klasse, bevor sie die Schule verließ", erzählt Martina Stilp. Heute ist die Schauspielerin in der ARD-Serie "Paul Kemp - Alles kein Problem" (20.15 Uhr) zu sehen. Vorab gab die Akteurin unserer Kultur-Redaktion ein kleines Interview.

Seit wann sind Sie am Volkstheater Wien?

Es fing mit zwei Premieren als Gast 2011 am Volkstheater Wien nebst einer Premiere am Schauspielhaus Graz an.

Dann wieder zwei Premieren als Gast am Volkstheater 2012 nebst zwei Premieren mit der Theatergruppe "wennessoweitist" im Theseustempel des kunsthistorischen Museums in Wien. Seit 2013 bin ich im Ensemble des Volkstheaters und spiele vier Premieren pro Jahr dort im Haus. Das Gleiche gilt für 2014.

Welche Rollen spielen Sie momentan im Fernsehen und am Theater?

Im Fernsehen spiele ich heute Abend Sophie Benk, die Ehefrau eines Physikprofessors (gespielt von Rudolf Kowalski), der aufgrund einer beginnenden Alzheimer-Erkrankung Selbstmord begehen will und damit alle in die Verzweiflung treibt. Vor kurzem wurde die Folge "Kinderwunsch" des Tatort Linz wiederholt, in der ich die Diplomingenieurin Astrid Heidegger gespielt habe, deren Lebensgefährtin durch die russische Mafia ermordet wird. Und in Soko Donau/Wien spielte ich die TopScheidungsanwältin Irene Dietrich, die selbst in die Fänge der Justiz gerät...

Im Theater probe ich im Moment Alkmene in Molière's "Amphitryon": eine Frau, die mit dem römischen Gott Jupiter höchstpersönlich eine Liebesnacht verbringt, ohne es allerdings zu wissen, weil er in die Gestalt ihres Gatten schlüpft... Und im September und Oktober werden zwei Stücke wieder aufgenommen. In dem einen spiele ich die Gymnasiallehrerin Laurence, die etwas schlauer ist als ihr sie betrügender Ehemann zunächst vermutet, und in dem anderen Stück spiele ich die Mutter eines Jungen mit Asperger Syndrom (leichte Form des Autismus), der seine Mutter wieder nach Hause zurückholt.

Was steht denn in nächster Zeit noch an (weitere Fernseh-Auftritte, Theaterengagements, etc.)?

Nach den Einladungen zu den renommierten Festivals Palm Springs Shortfest, dem Rhode Island International Film Festival, dem Mill Valley Film Festival und dem European Short Film Festival Brest, freue ich mich sehr über immer neue Festivaleinladungen des Kurzfilms "In der Stille der Nacht", in dem ich mitspiele, und der letzten Winter im Wiener TOP-Kino und im Grazer Schubert Kino Premiere hatte. Ich wurde für Soko Kitzbühel angefragt und eine Top-Casterin aus München hat sich bei mir gemeldet...

Was ist für Sie die größere Herausforderung - das Theater oder Fernsehen?

Beides sind starke jedoch äußerst unterschiedliche Herausforderungen, für die ich gleichermaßen viel Liebe empfinde.

Ihr schönstes Erlebnis beziehungsweise Ihre Lieblingsrolle?

Medea, Genia Hofreiter in "Das weite Land", Elisabeth in "Glaube Liebe Hoffnung", Anna Karenina, Maria Stuart.

Wie oft kommen Sie noch nach Hause, nach Weiherhammer?

Im Sommer und zu Weihnachten.

Was beziehungsweise wen würden Sie gerne einmal spielen?

Ein Kind. Und zwar der größeren Naivität und Unmittelbarkeit wegen! Freilich beschäftigen ein Kind auch sehr existenzielle Probleme, aber als Erwachsener bespielt man meist ein gebrochenes Herz, weswegen man dann beginnt zu rächen und zu töten, sich selbst oder andere. Was für ein Schatz ist dagegen die Kraft der Fantasie, der Neugierde, der Herzenswärme!

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