BHS Corrugated organisiert Sicherheits- und Präventions-Aktion für alle 136 Auszubildenden
Harte Fakten am ersten Arbeitstag

Lokales
Weiherhammer
04.09.2014
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Disco-Fieber war für die 136, davon 36 neue, Auszubildenden der BHS Corrugated am ersten Arbeitstag angesagt. Doch bei dem Aktionstag ging es weniger um Tanz und Cocktails als vielmehr um die negativen Folgen bei Unfällen auf der Heimfahrt.

Das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) zielt auch auf das lebenslange Verkehrsverhalten. Die Einstellung zum Verkehrsunfallrisiko bleibt nicht auf Discofahrten beschränkt. Der Schwerpunkt lag aber auf jenen nächtlichen Discounfällen auf dem Weg von und zu Vergnügungen, die unter anderem durch Alkohol- oder Drogeneinfluss sowie erhöhter Geschwindigkeit entstehen.

Verantwortung wach rufen

"Wir wollen Ihnen näherbringen, wie Sie sich schützen, Drogen und Alkohol vermeiden und Familie, Freundeskreis und Kollegen einbeziehen können", begrüßte BHS-Geschäftsführer Lars Engel die Jugendlichen und Gäste im Innovision Center. Es gehe darum, das Verantwortungsbewusstsein und eine Auseinandersetzung mit dem Drogenproblem auch im Unternehmen zu schärfen.

Ziel sei es, eine eigenverantwortliche Auseinandersetzung mit diesen Themen zu ermöglichen. Die jungen Leute sollten sich ihrer Rolle und Verantwortung im Straßenverkehr bewusst werden. Die BHS arbeitete dabei eng mit Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz, Krisenintervention, Juristen und Suchtberatern zusammen.

"Sucht und Drogen sind eine Herausforderung, der wir uns mit präventiven Maßnahmen, Aufklärung und Kommunikation in den Familien stellen müssen", ergänzte Bürgermeister Ludwig Biller. Er ließ dabei seine beruflichen Erfahrungen im Umgang mit Betroffenen im Bezirkskrankenhaus Wöllershof einfließen.

Nach den Vorträgen war der Höhepunkt des Tages eine realitätsnahe Rettungsvorführung mit vielen Helfern der verschiedensten Organisationen vor dem Gelände der Feuerwehr. Am Abend folgte eine Informationsveranstaltung für die Eltern der Auszubildenden.

Zeitnah ist eine Nachbearbeitung der Themen für die jungen Erwachsenen mit Unterstützung der Caritas Fachambulanz geplant. Die Organisatoren sind sich sicher, dass der Aktionstag Emotionen wachgerufen hat, Nachdenklichkeit erzeugte und Anknüpfungsmöglichkeiten für das Gespräch mit den Jugendlichen lieferte. Für viele junge Erwachsene seien Unfälle ein Thema, das sie nur aus den Medien kennen. Ein Bewusstsein für die eigene Gefährdung sei häufig nicht vorhanden.

Fast die Hälfte aller Unfälle der 18- bis 24-Jährigen ereignet sich an Wochenenden, in der Nacht oder am frühen Morgen. Discounfälle nennt sie die Polizei. Die Polizei Neustadt registrierte im ersten Halbjahr bereits 1 Drogen- und 8 Alkoholunfälle. Im gesamten Vorjahr waren es 10.
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