Ehrende und ergreifende Nachrufe für Josef Müller
Halte Gott dich fest

Lokales
Weiherhammer
06.05.2013
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"Angesichts des Todes von Josef Müller im Alter von 63 Jahren beschäftigen uns verschiedene Fragen und Zweifel. Aber niemand kann uns trösten als Gott allein", führte Pfarrer Adam Nieciecki am Samstag beim Requiem aus. Eine große Trauergemeinde erwies dem Zimmerermeister und Tenor-Sänger von Format die letzte Ehre.

Pfarrer Nieciecki skizzierte den Lebensweg des gebürtigen Kohlbergers, der nicht nur für seine Familie ein treusorgender Mann und Vater war. "Vergelt's Gott!" sagte der Geistliche für Müllers Engagement seit fast 20 Jahren als Pfarrgemeinderat, Lektor, Kommunionhelfer und Chorsänger.

Die tiefe Betroffenheit der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Weiden brachte BBZ-Leiter Wolfgang Reif zum Ausdruck. Als Mann der ersten Stunde, der das BBZ mit Leben erfüllte, habe Müller 30 Jahre bei der Lehrlings- und Meisterausbildung sein Wissen an mehr als 1000 junge Menschen weitergegeben. "Das Zimmererhandwerk war für ihn Berufung."

Die Hälfte seiner 32-jährigen Zugehörigkeit zum MGV "Liederkranz" war Müller als Vorsitzender Triebfeder und Ansporner für Lied und Gesang, unterstrich Robert Kohl. Unvergessen blieben die Konzerte zum 75- und 80-jährigen Jubiläum. Müller habe es ebenso verstanden, während seiner zwölfjährigen Tätigkeit als zweiter Vorsitzender der Sängergruppe Weiden die Chöre zu einer Gemeinschaft zu formen.
Die Chorgemeinschaft Weiherhammer-Mantel, deren Wegbereiter Müller zusammen mit Rosemarie Biller war, nahm unter Leitung von Michael Bertelshofer mit "Bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand" und "Hebe deine Augen auf" aus dem Oratorium des "Elias" Abschied vom verdienstvollen Ehrenvorsitzenden. "Der Pfarrgemeinderat und die gesamte Pfarrei verlieren einen Ratgeber, Unterstützer und Freund", sagte Severin Hirmer.

Ehrende Nachrufe hielten ferner Inge Kellermann für die Siedlergemeinschaft und Josef Donhauser vom Verein der Zimmererleute und Schreiner, dessen Ehrenmitglied Müller war. Für eine würdevolle musikalische Gestaltung sorgten ebenso der Kirchenchor und Trompeter Franz Badura. Die Stadtkapelle Grafenwöhr intonierte das Lied vom guten Kameraden, begleitet von Salutschüssen der Krieger- und Soldaten-Kameradschaft.
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