19.03.2004 - 00:00 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Gusstec GmbH mit Aufträgen bis Ende Juni ausgelastet - Rekordumsatz im März An Öfen sprühen Hoffnungsfunken

von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Die Gusstec GmbH hat wieder neue Eisen im Feuer. Die Gießerei, die am 27. Februar Insolvenz beantragt hat, ist zumindest die kommenden Monate dank etlicher Aufträge ausgelastet. "Der Planungshorizont reicht bis Ende Juni", erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Siegfried Beck aus Nürnberg.

An und für sich ist dies ein gutes Zeichen, dass dann auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. April in Weiherhammer weiter produziert wird. Allerdings ist es nicht ausgeschlossen, dass Kunden aus der Schiffs- oder Windkraftindustrie zurzeit Aufträge vorziehen, weil sie sich Sorgen machen, ob Gusstec noch eine Zukunft hat.

Zumindest die jüngsten Zahlen sprechen eher dafür. "Der März war bislang der umsatzstärkste Monat überhaupt", sagt Beck. "1,5 Millionen Euro oder etwas darüber", liefert Inhaber Joachim Placzek die Zahlen dazu. Er hatte Gusstec im Frühjahr 2000 zusammen mit seiner Ehefrau übernommen.

Placzek ist hoffnungsvoll, dass es im April aus der Insolvenz mit einem Partner zu einem Neustart kommt. "Firmen, die ein begründetes Interesse daran haben, dass es bei uns weiter geht", nennt er als potenzielle Übernahmekandidaten oder Investoren. Beck verhandelt fleißig. Der Erhalt des Standorts sei dabei eine wichtige Bedingung.

Zur Frage, ob alle 155 Beschäftigten bleiben können, hält sich der Anwalt bedeckt: "Wir rechnen noch."

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