20.09.2006 - 00:00 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Pilkington arbeitet demnächst mit geschlossenem Kreislauf - Im Floatglaswerk beginnt nächstes ... Wenn der Großabnehmer ausfällt: Abwasser wird teurer

von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Die Führungsriege der SPD im Landkreis Neustadt und der örtlichen Genossen brachte Bürgermeister Werner Windisch zum Besuch des Pilkington-Werks mit. Standort-Chef Reinhold Gietl hatte für Kreisvorsitzende Annette Karl, Kreistagsfraktionschefin Margit Kirzinger und Ortsvorsitzenden Helmut Fastner eigentlich nur gute Nachrichten.

Das Werk sei bestens ausgelastet, und nächstes Jahr werde auch die aufwendige Kaltwannenreparatur beginnen. "Wenn das geschafft ist, habe ich für die nächsten 20 Jahre ein gutes Gefühl für unser Werk", ist Betriebsratsvorsitzender Manfred Stahl zuversichtlich. Das hörte auch Ludwig Stiegler gern. Er kann die Entwicklung des Flachglas-Herstellers mit Optimismus verfolgen. Im Gegensatz zum Bürgermeister: "Pilkington braucht unheimlich viel Wasser. Wenn das Werk mal einen geschlossenen Kreislauf hat, werden wir in der Gemeinde die Kanalgebühren erhöhen müssen." Stiegler fragte gleich nach der Höhe: "Wieviel Hinternäquivalente hat denn dieses Ding?"

Weniger lustig fanden Glasmacher und Kommunalpolitiker das Thema Bahn. "Uns gehört hier auf dem Gelände ein stillgelegtes Industriegleis. Aber die Deutsche Bahn und die privaten Betreiber machen beim Rohstofftransport Probleme", ärgert sich Windisch. Zu teuer, zu unflexibel, zu langsam lauteten die Vorwürfe. Davon könne die Gemeinde ein wieteres Lied singen, stöhnte Fastner: "Es hat ein Jahr gedauert, bis wir einen Zuständigen gefunden haben, der unsere Bahnunterführung plant."

Erfreulicheres bot der Abstecher zur Spenglerei und Heizungsbaufirma Heibl. Das seit 1948 bestehende Unternehmen bildete bereits 38 Lehrlinge aus. Heute arbeiten bei dem dreifachen Meisterbetrieb, der unter anderem die BHS beliefert, 34 Frauen und Männer, darunter vier Azubis. Helmut Heibl freute sich über den ersten höherrangigen Politikerbesuch in der fast 60-jährigen Firmengeschichte. Allerdings beklagte er wie viele andere Mittelständler Papierkram und Bürokratie-Auswüchse.

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