16.03.2018 - 20:00 Uhr
Weiherhammer

Gemeinderat schafft Anreiz für Grundstückskauf in Kaltenbrunn Bis zu 5000 Euro Bauprämie

Kaltenbrunn. "Wie können wir Bauplätze in Kaltenbrunn an den Mann bringen?" Darüber diskutiert der Gemeinderat 40 Minuten. Die Meinungen gingen auseinander. Seit 2012 bietet die Gemeinde im Siedlungsgebiet "Weiherteil II, Bauabschnitt 2" Parzellen zum Quadratmeterpreis von 32,15 Euro zuzüglich Erschließungskosten an. Bislang wurden von zwölf lediglich vier veräußert", informierte Bürgermeister Ludwig Biller vor neun Zuhörern. Als größte Verkaufshindernisse hätten sich die Lage der Grundstücke innerhalb des Gemeindegebiets von Weiherhammer und der Bauzwang von fünf Jahren herausgestellt.

Wer sich entschließt, in Kaltenbrunn ein Grundstück zu kaufen, hat künftig die Chance auf eine Bauprämie. Bild: bk
von Siegfried BockProfil

CSU-Sprecher Bernd Heibl machte deutlich, dass 360 000 Euro buchstäblich brach lägen. Wenn alle Plätze gleich bebaut würden, kämen maximal 40 000 Euro Förderung auf die Gemeinde zu. Dann blieben immer noch 320 000 Euro übrig. Deshalb finde er es gut, dass sich die Verwaltung einen Anreiz zur Vermarktung überlegt habe. "Die SPD-Fraktion spricht sich klar für eine Förderung aus. Um aber Spekulationen zu vermeiden, soll der Bauzwang erhalten bleiben", betonte Rainer Vater.

Ziel wäre, eine Gleichbehandlung von Kaltenbrunn und Weiherhammer zu erreichen. Weil Kaltenbrunn durch die Dorferneuerung eine Steigerung der Attraktivität erfahre, solle jungen Leuten die Möglichkeit zu Wohneigentum eröffnet werden, fügte Vater hinzu.

Thomas Schönberger (CSU) regte an, nur sieben Parzellen zu verkaufen und eine zu reservieren. Für eine klare Trennung von Kaltenbrunn und Weiherhammer in Sachen Bauprämie sprach sich sein Fraktionskollege Erwin Rast aus, "denn in Weiherhammer bringen wir die Grundstücke auch ohne Anreize los." Damit die Baulücken nicht unendlich lange frei bleiben, forcierte Christian Biller (SPD) die Beibehaltung der Option des Vorkaufsrechts auf fünf Jahre. Und Andreas Solter (SPD) plädierte für eine Ausweitung des Bauzwangs auf zehn Jahre.

Dritter Bürgermeister Severin Hirmer (CSU) drängte auf eine Entscheidung. "Wir sollten uns klar machen, was wir eigentlich wollen." Schließlich bot Bürgermeister Biller einen Kompromiss an, den Wolfgang Braun (SPD) als gute Lösung bezeichnete: "Um Anreize zu schaffen, wird der Verkauf mit einem Bauzwang von zehn statt fünf Jahren und der Eintragung eines Rückkaufrechts für das unbebaute Grundstück für die Gemeinde festgelegt. Für die bezugsfertige Einrichtung eines Wohngebäudes gibt es eine Bauprämie von 5000 Euro bis zwei Jahre nach Beurkundung, 4000 Euro bis drei Jahre, 3000 Euro bis vier, 2000 Euro bis fünf und 1000 Euro bis sechs Jahre nach Beurkundung.

Zweiter Bürgermeister Herbert Rudolph und CSU-Rat Julian Kraus stimmten dagegen. Sie vertraten die Ansicht, dass sich die Bauplätze mit Bauprämie ohne Bauzwang und ohne Rückkaufsrecht besser verkaufen lassen. So stand es ursprünglich im Beschlussentwurf der Verwaltung.

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