28.02.2018 - 20:00 Uhr
Weiherhammer

Gemeinderat Weiherhammer segnet einstimmig Haushalt 2018 ab Hoffen auf stabile Einnahmen

Der durch Grippe dezimierte Gemeinderat segnet einen 12,5-Millionen-Euro-Haushalt ab. Das ist eine Erhöhung gegenüber 2017 um 1,6 Millionen Euro. Größte Projekte sind die Sanierung der Straße nach Trippach mit 1,7 Millionen Euro und der neue Bauhof mit 1,2 Millionen Euro. Für diesen sind heuer 400 000 Euro vorgesehen.

von Siegfried BockProfil

8,8 Millionen Euro entfallen auf den Verwaltungs-, 3,7 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. Einhellige Zustimmung fanden auch das Finanz- und Investitionsprogramm bis 2021 sowie der Stellenplan mit 14 Vollzeit- und 9 Teilzeitbeschäftigten. Vor zwölf Zuhörern präsentierte Kämmerer Christian Wirth das Zahlenwerk, das laut Bürgermeister Ludwig Biller in mehreren Sitzungen beraten wurde. Erfreuliche Botschaft: Die Steuerhebesätze bleiben mit 330 Prozent unverändert. "In den letzten Jahren wurde trotz erheblicher Investitionen eine enorme Haushaltskonsolidierung betrieben", bemerkte Wirth. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt deshalb heuer von 1912 auf 1775 Euro. Für Investitionen und Anschaffungen seien 2018 keine Kreditaufnahmen vorgesehen. Die Gewerbesteuer wurde auf 2,9 Millionen Euro fixiert und ist neben dem Einkommensteueranteil mit 2,050 Millionen Euro die wichtigste Einnahmequelle. Diesen Einnahmen steht die Abführung der Kreisumlage von 2,037 Millionen Euro gegenüber. Schlüsselzuweisungen gibt es nicht.

Kostspieliges Hallenbad

Zwei Mehrzweckfahrzeuge für die Feuerwehren Weiherhammer und Kaltenbrunn kosten 130 000 Euro, abzüglich 32 600 Euro Förderung. Zur Errichtung einer Abstellanlage für 80 Fahrräder am Bahnhof werden 105 000 Euro an Baukosten und 60 000 Euro Zuwendungen erwartet. 155 000 Euro sind für Straßenunterhalt, 80 000 Euro für das Hallenbad, 60 000 Euro für Anschaffungen der Grund- und Mittelschule, 30 000 Euro für die Umrüstung auf LED (Turnhalle, Gebäude) angesetzt.

Ferner sind in den Haushalt für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED 50 000 Euro, für das Dürnaster Dorfgemeinschaftshaus 30 000 Euro eingestellt. In Kaltenbrunn sind für die Asphaltierung einer Ortsstraße 25 000 Euro vorgesehen und für die Lagerhalle am Spielplatz 15 000 Euro veranschlagt. Vom Verwaltungshaushalt könne 2018 wieder eine Zuführung zum Vermögenshaushalt erwirtschaftet werden, sagte Wirth. Dennoch sei - bedingt durch die geplanten Bauprojekte - zusätzlich zum Ausgleich des Vermögenshaushalts eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von 1,2 Millionen Euro notwendig. "Es bleibt zu hoffen, dass auch künftig die erwartenden Einnahmen weiterhin die Gemeindekasse stabil halten und uns keine unerwarteten Rückzahlungen belasten. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen ist eine kommunale Ausgabenpolitik mit hohem Augenmaß weiterhin sehr wichtig", betonte Wirth, der für seine transparente Dokumentation Lob von allen Seiten im Gemeinderat erntete.

Landkreis in der Pflicht

"Wir haben im Vorfeld teilweise intensiv diskutiert, aber dann doch Einigkeit erzielt. Bei weiterer Sparsamkeit können wir optimistisch in die Zukunft blicken", erklärte CSU-Sprecher Bernd Heibl. Er hofft auf mehr Unterstützung vom Landkreis für das Hallenbad, weil dies auch Auswärtige und Schulen nutzen.

"Auch wir halten an dem uns auferlegten Sparkurs fest", bekräftigte Wolfgang Braun für die SPD. Beim Thema Hallenbad sah auch er den Landkreis mehr in der Pflicht, da die Hälfte der Schüler zum Schwimmunterricht aus dem Landkreis kämen. "Unser Anliegen bleibt die Sanierung der Ortsstraßen, ansonsten stehen wir hinter dem Haushalt", unterstrich Roland Braun (FWG).

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