23.03.2018 - 20:42 Uhr
Weiherhammer

Bienenzuchtverein Weiherhammer und Umgebung bestätigt Vorstand Herrscher über 170 Völker

Knapp die Hälfte der Mitglieder kommt zur Jahreshauptversammlung der Bienenzüchter. Mit der Arbeit ihrer Führung sind sie offenbar zufrieden.

Sie kümmern sich um etliche Millionen Köpfe im Bienenzuchtverein Weiherhammer und Umgebung und wurden jetzt wiedergewählt: Vorsitzender Reiner Kunkel aus Kohlberg und sein Vize Christian Witt (links und rechts außen). Kassier ist Josef Bertelshofer (Zweiter von rechts). Er wird von Christian Biller und Alois Habeck (Zweiter und Dritter von links) geprüft. Bild: jml
von Autor JMLProfil

Weiherhammer/Kohlberg. 29 aktive und vier passive Imker führt der Bienenzuchtverein Weiherhammer und Umgebung in seinen Listen. Fünf Teilnehmer imkern probeweise. Zur Zeit werden 170 Völker betreut, 21 mehr als im Vorjahr und doppelt so viele wie vor zehn Jahren.

Die Vorstände Reiner Kunkel und Christian Witt leiteten die Zusammenkunft im Gasthaus Frieser in Kohlberg. Kunkel aus Kohlberg bleibt Vorsitzender und Witt aus Weiherhammer Vize. Ebenso einstimmig wurden Schriftführerin Christine Lunscher, Kassier Josef Bertelshofer sowie die Kassenprüfer Christian Biller und Alois Habeck bestätigt.

Kunkel bestätigte, dass die meisten Vereinsmitglieder 2017 ihre Völker gut über den Winter gebracht haben. Dann sah vieles nach einem frühzeitigen Beginn der Flugsaison aus, da auch die Obstbaumblüte bald begann. "Der Schock kam Mitte April mit Temperaturen bis minus fünf Grad und Schnee an Ostern." Erst Mitte Mai stiegen die Werte wieder auf Plus 20 Grad an. "Das dezimierte die Bienenvölker." Die erste Ernte mit Rapshonig begann in den letzten Maitagen mit eher mäßigem Ertrag. Sommerblüten- und Waldhonig wurde ausreichend geschleudert. "Der Ertrag war dann aber insgesamt sehr gut, beim Waldhonig kann man von einer Rekordernte sprechen."

Der Schwarmtrieb hielt sich laut Kunkel in Grenzen. Nur wenige Königinnen schlüpften aus den Larven. Pro Volk waren mehrere Behandlungen mit Ameisensäure gegen die Varroamilbe erforderlich. Die Winterbehandlung mit Oxalsäure erfolgte um Weihnachten herum. "Ob die Völker gut über diesen Winter gekommen sind, werden die nächsten Wochen zeigen." Dann stehen auch die ersten Arbeiten, wie Futterkontrolle und Reinigung der Bienenkästen an. Die Untersuchungen von Bienenkrankheiten, Waben und Honig übernimmt der Tiergesundheitsdienst.

18 Punkte umfasste Kunkels Terminliste. Auch heuer treffen sich die Imker monatlich abwechselnd in Kohlberg und Weiherhammer. Der vereinseigene Wachsschmelzer wird regelmäßig ausgeliehen und befindet sich in einem guten Zustand. Sammelbestellungen von Winterfutter, Honiggläsern und Varroabekämpfungsmitteln werden angeboten. Die von Bernd Bauer vorgeschlagene Anlage einer Blumenwiese in Kohlberg wurde gleich über zwei Bauplätze hinweg umgesetzt. Dank der Helfer und der Maschinen von Hubert Wildenauer und Sohn waren Pflüge- und Säarbeiten schnell erledigt. Die Maßnahme soll heuer auf einer weiteren Fläche fortgesetzt werden.

Bei der Versicherung soll künftig die Wahl zwischen einem Kompakt- oder Optimaltarif möglich sein. Mitglieder- und Völkerzahlen müssen bis Ende November an die Bayerische Imkervereinigung (BIV) gemeldet werden. Jeder Bienenstand außerhalb von Orten (Wohngrundstücken) ist mit der Adresse des Bienenhalters zu kennzeichnen.

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