08.02.2018 - 20:00 Uhr
Weiherhammer

Feuerwehr Weiherhammer stark gefordert Immer mehr Stunden

Ein Mix aus Alt und Jung sichert den Bestand der Feuerwehr, die im vergangenen Jahr gut zu tun hat. Die Einsatzstunden steigen auf die Rekordzahl 1324. Der Blick richtet sich bereits auf die Feier der Wiedergründung vor 60 Jahren mit 145-jährigem Bestehen im Jahr 2019.

Die beförderten Führungskräfte und geehrten Wehrmänner sind für künftige Aufgaben gerüstet. Altbürgermeister Georg Härning (sechster von rechts) wird zum Ehrenmitglied ernannt. Bild: bk
von Siegfried BockProfil

Dass die Feuerwehr alles für die Fitness ihrer Aktiven tut und erfolgreiche Nachwuchsarbeit betreibt, aber auch das Vereinsleben nicht vernachlässigt, ließ sich den Berichten bei der von über 80 Mitgliedern besuchten Jahresversammlung entnehmen.

Die 68 Aktiven, davon 10 Frauen und 27 Atemschutzträger, waren im vergangenen Jahr bei 84 Einsätzen in 1324 Stunden gefordert. "Ein Plus von 507 Stunden", stellte Kommandant Hans Rodler heraus. Die Einsätze teilten sich in 64 technische Hilfeleistungen, darunter je 10 Unfälle und Einsätze der Sanitätsgruppe, 11 Ölbindungen, 6 Aufarbeitungen von Sturmschäden und 4 Brandeinsätze.

Um eine permanente Tages- und Nachtverfügbarkeit aufrechtzuhalten, leisteten die Brandschützer weitere 1075 Stunden bei 42 Übungen und Unterrichten. Christian Hierold, Andreas Wunder, Andreas Vetter, Dominik Callejon und Stefan Wildenauer absolvierten den Maschinistenlehrgang, Letzterer und Daniel Trogisch den für Atemschutz. 20 Aktive haben nun die komplette MTA-Ausbildung abgeschlossen; ebenso vielen haben die Prüfung durch das BRK-Fachpersonal zur Rezertifizierung der Sanitätsgruppe bestanden. "Die Neubaumaßnahmen bei BHS Corrugated sowie der Tag der offenen Tür erforderten wegen der feuerwehrtechnischen Belange mehrere Begehungen und Besprechungen sowie die Mitarbeit aller Aktiven", sagte Rodler. Er übte Kritik am ausufernden Bürokratismus. "Die zu bearbeitende Papierflut übersteigt in hohem Maße die Freiwilligkeit." Über 5 junge Neumitglieder von jetzt 240 freute sich Vorsitzender Rajmund Buchmann. Er listete 11 Besuchstermine auf. Neben zwei Ausflügen trugen Fischessen, Starkbier- und Maibaumfest, Ausflug, Familienwanderung und Jahresabschlussfeier zur Harmonie in der "Feuerwehr-Familie" bei. "Diese spülten einen Jahresgewinn von rund 3000 Euro in die Kasse und stabilisierten das Guthaben", berichtete Andreas Biersack. Das Ferienprogramm habe letztlich zur Gründung einer Kinderfeuerwehr geführt. "Wir sind froh, sechs junge engagierte Ausbilder für unsere ,Feuerflitzer' zu haben", bemerkte Buchmann. Ein 18-köpfiger Festausschuss definiere bereits die Rahmenbedingungen für die Feier der Wiedergründung vor 60 Jahren mit 145-jährigem Bestehen vom 5. bis 7. Juli 2019. 15 Festdamen und ein motiviertes Team stünden bereit. "Gemeinsam werden wir das schaffen", warb Buchmann um Unterstützung.

Zwei Neuzugänge meldete Jugendwart Matthias Englert. "Die Jugend sucht die Kameradschaft und die Erfahrung der Älteren. Sie hat 170 Ausbildungsstunden und den Wissenstest bewältigt, bei Veranstaltungen mitgeholfen und ein Holzhaus errichtet, das zur Übung mit der Rettungssäge diente."

"Ihr seid ein Aushängeschild der Gemeinde und verfolgt ein gemeinsames Ziel." Mit diesen Worten dankte Bürgermeister Ludwig Biller. Er übergab eine Spende für die Kinderfeuerwehr. Dies sei ein guter Weg, um junge Menschen frühzeitig an die Wehr zu binden.

Beförderungen und Ehrungen

Beförderungen erhielten Thomas Janner, Celine Mittelmeier zum Feuerwehrmann/-frau, Georg Fischer, Lukas Reger, Magdalena Herrmann, Sabine Buchmann, Dominik Callejon, Maik Schambach, Christoph Wagner, Stefan Wildenauer zum Oberfeuerwehrmann/-frau. Max Obermeier und Andreas Wunder wurden jeweils zum Löschmeister, Stefan Posset zum Oberlöschmeister ernannt.

Ehrung für aktiven Dienst: 20 Jahre Manuel Wolf, 30 Jahre Christian Pröls, Stefan Herbold, 40 Jahre Hubert Kneidl, Josef Schaller. Langjährige Mitglieder: Die Vereinsnadel in Bronze für 25 Jahre ging an Rainer Frischmann, Werner Windisch und Matthias Wolfram.

Silber für 40 Jahre bekamen Anton Fleißner, Hubert Kneidl, Albert Neubauer, Bernhard Strobl, Hans Weiß, Norbert Woppmann sowie auch Klaus Zwiebler. (bk)

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