06.02.2018 - 20:00 Uhr
Weiherhammer

Imker- und Bienenzuchtverein zieht Bilanz Süßer Erfolg

Es summt beim Imker- und Bienenzuchtverein (IBZV) nur so vor Geschäftigkeit. Im zweiten Jahr nacheinander verzeichnet er Spitzenerträge.

Die treuen Seelen des Imkervereins: Zu ihnen gehört auch der Vorsitzende Rudi Prölß (Vierter von links). Bild: bk
von Siegfried BockProfil

Kaltenbrunn. Und der Aufwärtstrend hält an. Vorsitzender Rudi Prölß freute sich in der Hauptversammlung über die jungen Neuimker Benedict Schmidt und Georg Tafelmeyer. Von 45 Mitgliedern sind 33 aktiv. "Die Frühjahrssonne schenkte Ende März 25 Wärmegrade und vier Waben neue Brut in den Völkern. Dieses schöne Wetter hielt bis Mitte April. Dadurch konnten wir zur Kirschblüte mit ersten Honigräumen erweitern", führte Prölß aus.

Aufgrund der folgenden Frostnächte seien Entwicklungstracht sowie Honigernte aus der Blüte nur mäßig ausgefallen. "Aber die erste Honigschleuderung gab Anlass zur Freude. Die Natur ging nahtlos zur Waldtracht und auch zu Blatttrachten über. So konnten wir nach vier Wochen einen überaus trockenen Honig ernten." Als überragend gut bezeichnete Prölß die Begattungserfolge der Königinnenzucht auf der Belegstelle "Am Kühweiher". Noch im Juli galt es den Wettlauf gegen die Varroamilben und folgenden Viren zu gewinnen. Mit biologischer Ameisensäure habe man die Schädlinge in Schach gehalten, bemerkte der Imkerchef. Bei den durchgebrüteten Völkern zeigt sich ein hoher Milbenbefall. Deshalb sei ein Überleben dieser Bienen ohne Oxal-Winterbehandlung Ende November nicht möglich. Nicht tolerierbar sei für die Imkerei die Entscheidung von Minister Christian Schmidt zur Verlängerung der Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat um fünf Jahre. "Hier wird auf Äckern das Begleitgrün vernichtet, zum Beispiel Kornblumen und Ackermohn, die eine wichtige Lebensgrundlage und Nahrung für Honigbienen und alle Blüten-bestäubenden Insekten sind", betonte Prölß. Wolfgang Wagner informierte über die Kontobewegungen und eine erneute Bestandserhöhung. "Der Verein ist wirklich gut aktiv, ich freue mich über die Mitglieder-Entwicklung", sagte Kreisvorsitzender Reinhold Ziegler. "Es ist 5 nach 12 hinsichtlich des Zustands in der Natur. Die Biodiversität wird immer mehr zerstört. Dadurch resultiert auch das Insekten- und Vogelsterben." Bürgermeistervertreter Herbert Rudolph informierte, dass - wie besprochen - 2018 die Pflanzung von Lindenbäumchen und das Ausmähen der Infotafeln am Weg zum Lehrbienenhaus realisiert würden. "Machen Sie weiter so, wir brauchen Sie und Ihre Bienen", bat Rudolph.

Ehrungen

Die Ehrennadel des Deutschen Imkerbundes in Bronze erhielten für 15 Jahre Mitgliedschaft Alfons Fehlner, Ernst Müller, Andreas Neumann, Wolfgang Wagner. Silber für 25 Jahre ging an Ludwig Kastner, Matthias Kurz, Manfred Lobenhofer, Rudi Prölß, Georg Schieder, Georg Tafelmeyer senior, Manfred Liedl, Peter Forster.

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