16.10.2017 - 18:06 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Pfarreiengemeinschaft Weiherhammer-Kohlberg-Kaltenbrunn begrüßt neuen Pfarrer Varghese ... Eine Familie werden

In der Pfarreiengemeinschaft Weiherhammer-Kohlberg-Kaltenbrunn bricht eine neue Ära an. Im Festgottesdienst führt Dekan Johannes Lukas am Sonntagabend Pfarradministrator Varghese Puthenchira in sein Amt ein.

Sonnenblumen für das sonnige Gemüt des neuen Pfarrers überreichen die Kleinen des Kinderhauses St. Barbara. Von links: Vikar Pater Prince, der evangelische Pfarrer Martin Valeske, Dekan Johannes Lukas sowie der neue Pfarrer Varghese Puthenchira. Bild: bk
von Siegfried BockProfil

"Wir wollen dich begrüßen und machen das so, und Hallo, schön, dass du da bist und nicht anderswo", sangen Buben und Mädchen des Kinderhauses St. Barbara vor dem Portal der Pfarrkirche. "Wir wünschen dir so viel Segen als Tröpflein sind im Regen und so viel Glück und Gnad', als wie die Sonne heute Strahlen hat." Nach diesem Gedicht erfreuten jedes Kind und das Personal den neuen Pfarrer Puthenchira mit einer Sonnenblume.

Pfarrgemeinderatssprecher Thomas Rauch betonte, dass man dankbar sei, dass Bischof Rudolf Voderholzer wieder einen Pfarrer berufen habe. "Wir wollen zu Ihnen stehen und nach allen Kräften mit Ihnen zusammenarbeiten", versprach Kohlbergs Sprecherin Irmgard List. "Öffne der Gemeinde durch deinen Dienst die Tür zum ewigen Leben", rief Dekan Lukas Pfarrer Puthenchira auf, was dieser symbolisch tat.

Appell: Zusammenwachsen

Mit den Ministranten zogen die Geistlichen, unter ihnen auch die Stadtpfarrer Gerhard Pausch und Heribert Englhard sowie Vikar Pater Prince und der evangelische Pfarrer Martin Valeske, ins geschmückte Gotteshaus ein. Der Kirchenchor unter Leitung von Gotthard Betz - Michael Bertelshofer spielte die Orgel - eröffnete mit dem Papstlied und glänzte bei "Jauchzet dem Herrn" von Karl Thiel sowie bei Bernhard Kleins "Mein Herr ist mein Hirt" und "Komm Heiliger Geist".

Das Gleichnis vom König sei keine Geschichte, die das Leben schrieb, sondern eine, die Gott mit den Menschen schreibe, führte Dekan Lukas aus. "Weil Gott ein Gott der Liebe ist, soll jeder Einzelne mit seinen Stärken und Schwächen freiwillig zum Fest kommen." Es sei Aufgabe des Pfarrers, in die Häuser zu gehen und die Leute nicht nur zur Messe einzuladen. "Denn ob Gemeinschaft passiert, hängt von allen, nicht nur vom Pfarrer ab", bemerkte Lukas. Sein Wunsch: "Über die Kirchtürme hinausschauen und untereinander zusammenwachsen."

Vor den vielen Gläubigen bekräftigte Pfarrer Puthenchira in Erinnerung an sein Weiheversprechen vor 30 Jahren erneut: "Mit Gottes Hilfe bin ich bereit." Pfarrer Valeske wünschte seinem katholischen Amtsbruder Gottes reichsten Segen und ein brüderliches Verhältnis zur Kirchengemeinde.

Bürgermeister Ludwig Biller betonte: "Im Rathaus ist für Sie immer eine Tür offen." Dass sich viele Menschen ins kirchliche Leben einbringen, war der große Wunsch von Vizelandrat Albert Nickl. Diese herzliche Aufnahme motiviere und mache ihm Mut für seinen Dienst, betonte Puthenchira, weil ihm in dieser Feier bewusst geworden sei, dass er nicht allein stehe, sondern eingebunden in einer großen Gemeinschaft.

Volle Unterstützung

Die Pfarrgemeinde sei vergleichbar mit einem Zug mit vielen Waggons. Bereits in den ersten sechs Wochen habe er feststellen können, dass es in allen drei Pfarreien engagierte Mitglieder gebe. "Das gibt mir die Zuversicht, dass es für uns alle eine angenehme Reise werden wird."

Beim Stehempfang in der Unterkirche versicherte Thomas Rauch dem neuen Pfarrer die volle Unterstützung aller in der Pfarreiengemeinschaft (PGR) tätigen Gremien. Dies gelte auch für Pater Prince. "Wir konnten bereits erfahren, wie eng und brüderlich Sie zusammenwirken, und deshalb liegt es auch in unserem Bestreben, innerhalb der PGR eine Familie zu bilden."

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