30.08.2017 - 21:42 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Radfahrer (63) stirbt bei Weiherhammer [Aktualisierung] Radfahrer angefahren und geflüchtet

Eine gute Kommunikation der Polizeikräfte hat bei einer Fahrerflucht zu schnellen Ermittlungsfortschritten geführt. In der Nacht auf Mittwoch wurde ein Fahrradfahrer bei einem Verkehrsunfall nahe Weiherhammer (Kreis Neustadt/WN) tödlich verletzt. Der Verursacher flüchtete. Doch eine Ermittlungsgruppe kam noch am selben Tag auf die Spur des Fahrers, der mittlerweile gestanden hat.

Auf der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Etzenricht und Weiherhammer fand ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei das Unfallopfer. Den genauen Unfallhergang sollen nun Gutachter klären. Bild: Walberer
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei hatte laut Presseerklärung der Weidener Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Oberpfalz das 63-jährige Unfallopfer aus dem Kreis Neustadt/WN in den Morgenstunden am Straßenrand der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Weiherhammer und Etzenricht entdeckt. Beamte der PI Neustadt fanden danach am Unfallort ein demoliertes Fahrrad sowie mehrere Teile eines VWs. Ein Unfallsachverständiger untersuchte die Unfallstelle.

Das betreffende Unfallfahrzeug, nach dem die Ermittler sogleich einen Fahndungsaufruf starteten, fand sich überraschend schnell. "Der Halter des Wagens selbst hatte bei der PI Vohenstrauß eine Beschädigung des Wagens gemeldet", erzählt der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, Albert Brück, auf Anfrage. Die Vohenstraußer Beamten waren über die Ereignisse informiert und brachten den Schaden mit der Unfallflucht in Verbindung. Die Kripo Weiden übernahm die Spurensicherung an dem Fahrzeug, das sich als der Unfallwagen herausstellte.

Zunächst wurde auch gegen eine weitere Person ermittelt. "Nach derzeitigem Stand richtet sich der Fokus aber auf den Halter", sagte Gerd Schäfer am Mittwoch. Nähere Details konnte der Leitende Weidener Oberstaatsanwalt da noch nicht nennen. "Ob der Radfahrer gleich beim Unfall starb oder bei rechtzeitiger Hilfe noch eine Chance gehabt hätte, muss die rechtsmedizinische Untersuchung in Erlangen klären." Diese ergab laut Angaben vom Donnerstag, dass der Radfahrer nach dem Unfall sofort tot war.

Aufgrund der Beweise räumte der Fahrzeughalter (31), ein Mann aus dem Kreis Neustadt/WN, ein, beim Unfall am Steuer gesessen zu haben. Weitere Angaben machte er bisher nicht. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Weiden kam der Tatverdächtige wieder auf freien Fuß, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag.  Gegen ihn wird nun wegen fahrlässiger Tötung bei einem Verkehrsunfall und unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt.

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