13.03.2018 - 20:00 Uhr
Weiherhammer

Siedlergemeinschaft Weiherhammer hat neue Führungsspitze Horst Helgert macht weiter

Aufatmen bei der Siedlergemeinschaft (SG): Vorsitzender Horst Helgert, seit 2006 im Amt und mit neuem Wohnsitz Freudenberg, leitet entgegen seiner ursprünglichen Absicht auch in den kommenden zwei Jahren deren Geschicke. Im mit 485 Mitgliedern zweitgrößten Ortsverein hat sich einfach kein Nachfolger für ihn gefunden.

Er hängt noch mal zwei Jahre dran: Vorsitzender Horst Helgert (Zweiter von rechts) mit seiner Führungsriege. Siegrid Glonegger (vorne, Mitte), 14 Jahre Schriftführerin, wurde gebührend verabschiedet. Bild: bk
von Siegfried BockProfil

Helgert hatte damit den Weg für gut organisierte Neuwahlen geebnet, die Bürgermeister Ludwig Biller im Schnelldurchlauf abwickelte. Drei Veränderungen ergaben sich: Neuer zweiter Vorsitzender ist Gerätewart Richard Schlosser. Neu ist auch Schatzmeister Hans Kellermann. Schriftführerin Petra Englert bekam mit Manuela Lippert eine neue Stellvertreterin. Als Beiräte fungieren Inge Kellermann, Elisabeth Ascherl, Sieglinde Ficker, Rudi Schreyer, Edwin Müller, Rosina und Hans-Jürgen Windisch und Inge Diesenbacher. Kassenrevisoren bleiben Alois Zanner und Alfred Mertel, Delegierte zum Bezirksverband sind Helgert und Schlosser.

Dennoch gab es bei der Generalversammlung, von auffallend vielen Frauen besucht, nicht nur Grund zur Freude: Die Mitglieder gedachten der acht verstorbenen Männer und Frauen. "Mit je zwölf hielten sich Zu- und Abgänge die Waage", informierte Vorsitzender Helgert. Viel Zeitaufwand erforderte die Gratulation zu 39 runden Geburtstagen. Neben zwei Sammelbestellungen erwähnte Helgert auch die Partnerschaft mit Eisen-Knorr. Das angesparte Guthaben werde für weitere Anschaffungen oder Reparaturen verwendet. Mit Ausweis bekämen die Mitglieder bei Obi einen Preisnachlass von zehn Prozent. Der Siedlerchef hob ferner diverse Feiern, Kinderferiennachmittage sowie die Mitarbeit am Bürgerfest und die Beteiligung an örtlichen Festlichkeiten hervor. Ebenso genossen die Siedler das Lichterfest in Pottenstein und die Viertagesfahrt nach Bingen/Mainz mit Besuch des ZDF-Fernsehgartens. Helgerts Dank galt dem verhinderten, aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen Otmar Wrobel für elfjährige Kassenführung.

Die Verringerung des Guthabens um 1100 Euro begründete Hans Kellermann mit elf neuen Gerüst-Aluböden und einem neuen Boiler. "Der Verband für Wohneigentum war Vorreiter zur Abschaffung der ,Strabs' und unterstützt deshalb auch das Volksbegehren der Freien Wähler", sagte Bezirksvorsitzender Christian Benoist. Die neue Stromtrasse sei nötig, aber nur zum Abtransport des Kohlestroms, der in den sächsischen Kraftwerken erzeugt werde und unsere Netze verstopfe.

"Die Energiewende muss regional weiterhin vorangetrieben werden. Sie rentiert sich vor allem für die Privatbesitzer, weil der Strom vom Dach günstiger ist als vom normalen Stromnetz", betonte Bernhard Schmidt in seinem Vortrag. Der Geschäftsführer von "NEW-Neue Energien West" informierte über Leistungen für Mitglieder, Strompreise, Dividenden und Projekte. Mit 500 Euro könnten sich Privatpersonen, auch Kinder und Enkelkinder, an der Bürger-Energie-Genossenschaft beteiligen. Diese sei eine insolvenzsichere Gesellschaftsform und nicht aufkaufbar durch Kapitalgesellschaften. Bürgermeister Ludwig Biller beschrieb im Beisein von Gemeinderätin Johanna Krauß die SG als starkes Glied der Hausbesitzer sowie des gesellschaftlichen Lebens und bot weiterhin enge Zusammenarbeit an.

Eine kurze Vorschau auf die Unternehmungen der nächsten Zeit rundete das Programm ab, bevor Hans Kellermann, der von jeder Zusammenkunft Bilder "geschossen" und so manche lustige Szene eingefangen hatte, der Versammlung zu einem unterhaltsamen Abschluss verhalf.

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