Teure Investition
Anschaffung neuer Klärschlammpresse aufgeschoben

Vermischtes
Weiherhammer
06.12.2016
47
0

Es gibt Anschaffungen, die machen mehr Spaß. Aber sie müssen wohl trotzdem irgendwann sein. Der Abwasserzweckverband kommt vorerst zwar umhin, eine neue Klärschlammpresse zu kaufen, doch die teure Investition wird er auf Dauer nicht los.

Mantel/Weiherhammer . Die Verbandsräte der beiden Gemeinden Weiherhammer und Mantel hörten mit Bedauern zu, als Abwassermeister Wolfgang Braun sie darauf hinwies, dass an der zehn Jahre alten Klärschlammpresse Reparaturen anfallen können. Außerdem hat die Presse bereits 6000 Betriebsstunden hinter sich und entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Eine neue würde aber mindestens 303 450 Euro kosten.

Stellvertretender Verbandsvorsitzender Stephan Oetzinger informierte, dass er und Vorsitzender Ludwig Biller in einem Gespräch übereingekommen seien, eine Neuanschaffung hinauszuschieben und vorerst mit der alten Presse weiterzumachen.

Man sollte erst die Kosten für eine Fremdvergabe des Pressens ausloten und die Wirtschaftlichkeit prüfen lassen. Dieser Meinung schlossen sich die übrigen Räte an. Eine Entscheidung soll dann im nächsten Jahr fallen. Die vom Rechnungsprüfungsausschuss ermittelte Jahresrechung für 2015 ergab im Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben 287 863,05 Euro und im Vermögenshaushalt 10 318,50 Euro. Die Räte kamen einstimmig überein, eine Optionserklärung abzugeben, dass die bisherige Regelung bei der Steuer bis 2021 beibehalten werden soll.

Neuer Vertrag

Seit 1996 bestand mit der Gemeinde Weiherhammer eine Zweckvereinbarung über die technische Betriebsführung für die Kläranlage, da man damals kein eigenes Personal hatte. Nach einer Überprüfung durch die Rechnungsprüfungsstelle des Landratsamts ist die technische Betriebsführung auf eine neue Basis zu stellen und ein Vertrag dafür mit der Gemeinde Weiherhammer zu schließen. Einstimmig sprachen sich die Räte dafür aus. Laut Braun habe es keine Mängel seit Ende Oktober bei der Betriebsführung sowie bei den Abwasserwerten gegeben.

Die durchschnittliche Reinigungsleistung der Anlage betrage 95 Prozent. Der Klärschlammanfall betrug 4800 Kubikmeter. 2016 traten acht Störungen auf, die den Betrieb nicht gefährdeten und behoben werden konnten. Ausgewechselt werden musste der defekte Motor einer Schnecke.

Durch einen Unfall kam es zu 200 Litern Milcheinleitung. Das Wasserwirtschaftsamt wurde verständigt. Die in den Kanal gelangte Milch konnte gedrosselt in die Kläranlage geleitet werden, so dass kein nennenswerter Schaden entstand.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.