04.05.2018 - 13:36 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Discounter sagt Weiherhammerern zu Norma kommt in Hauptstraße

Dass bald ein Norma-Markt nach Weiherhammer kommt, gilt als offenes Geheimnis. Bürgermeister Ludwig Biller freut sich, dass sich das Gerücht auch bewahrheitet. Doch in Sachen Einzelhandel tut sich noch viel mehr.

Derzeit gibt das frühere Edeka-Areal zwischen Haupt- und Christian-Kreuzer-Straße ein ziemlich tristes Bild ab. Doch nach Möglichkeit noch heuer sollen ein Discounter, ein Bäcker, ein Metzger und ein Getränkemarkt dort den Einzelhandelsstandort aufpeppen. Bild: Schönberger
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

"Ich hoffe, dass es noch 2018 mit der Eröffnung klappt", sagt Biller. Er spricht von einem neuen Nahversorgungszentrum an der Hauptstraße. Denn neben der Norma sollen sich auf dem Areal des ehemaligen Edeka-Markts auch die Bäckerei Kutzer aus Mitterteich, die Landmetzgerei Witt aus Windischeschenbach und ein Cash-Getränkemarkt aus Hof tummeln. Biller spricht dabei von "möglichen Partnern". "Nicht zu vergessen unser Nahkauf und die Metzgerei Braun", kommentiert er die wachsende Infrastruktur in seiner Gemeinde. Auf dem früheren Edeka-Areal soll das bestehende Gebäude bleiben und angebaut werden. Die Norma plant mit bis zu 1100 Quadratmetern Verkaufsfläche. Darum gruppieren sich Metzger, Bäcker und Getränkemarkt mit separaten Bauten. "Gottseidank", atmet der Rathauschef auf, "es waren viele Gespräche und Verhandlungen notwendig". Vergangenen Freitag habe er von der Norma-Geschäftsleitung das Okay bekommen. "Ich bin beim Einkaufen ständig von Bürgern auf das Thema angesprochen worden." Denn Weiherhammer war schon einmal dicht dran an einem neuen Lebensmittelmarkt. Erst wollte Edeka vergrößern, doch dann entschied die Zentrale, doch lieber in Etzenricht an der vielbefahrenen Staatsstraße Weiden-Hirschau zu investieren. In Weiherhammer hatte sich zuvor eine Bürgerinitiative gegen die Ansiedlung gewehrt. Sie hatte Lärm- und Verkehrsbelästigung befürchtet. "Das war aber nicht ausschlaggebend", erinnert sich Biller an die Auseinandersetzung in den Jahren 2013/14. Er stand danach intensiv mit Rewe in Kontakt. "Deren Planungen waren schon ziemlich vorangeschritten." Doch dann habe die Verantwortlichen der Mut verlassen.

Nun also die Norma. Sie deckt ein anderes Segment als die Edeka- und Netto-Märkte in den Nachbarorten ab und sieht wohl ihre Chance in der Nische. Vor allem gilt sie als günstig. Das Gelände hat sie laut Expanisonsleiter Herbert Zangl von einer auswärtigen Investorengruppe gekauft. Zusätzlich benötigte Flächen hat die Familie Engel zur Verfügung gestellt. "Dafür sind wir sehr dankbar", betont Biller. Er hat für die Ansiedlung schon einige Hausaufgaben gemacht. Mit dem Landratsamt sei besprochen, dass ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren eingeleitet werden kann. Zuvor muss der Gemeinderat zustimmen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand was dagegen hat", sagt der Rathauschef.

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