09.12.2009 - 00:00 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Hallenbad Weiherhammer: Höhere Eintrittspreise ab 1. Januar Hallenbad-Preise steigen

Auch in Weiherhammer ist Sparen angesagt. Wegen höherer Energiekosten und Löhne sieht sich der Gemeinderat gezwungen, die Eintrittspreise für das Hallenbad zum 1. Januar zu erhöhen. Es ist der erste Preisanstieg seit 2001. Jährlich muss die Gemeinde zwischen 75 000 und 100 000 Euro auf den Betrieb der Freizeiteinrichtung drauflegen.

von Albert BauerProfil

Für Jugendliche ab 15 und für Erwachsene kostet die Einzelkarte dann zwei Euro statt 1,50. Die Zwölferkarte steigt um vier auf 16 Euro. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre sowie Körperbehinderte ab 50 Prozent mit Ausweis, Soldaten im Grundwehrdienst, Schüler, Studenten und Azubis zahlen weiterhin für die Einzelkarte einen Euro. Zwölferkarten werden von sieben auf zehn Euro erhöht.

Lob an das Personal

In diesem Zusammenhang sprach Bürgermeister Werner Windisch dem Personal Lob aus, denn bei einer unangemeldeten Überprüfung habe das Bad Bestnoten erhalten. Die Jahresrechnung 2008 schließt in Verwaltungshaushalt mit 7 544 514,48 Euro und im Vermögenshaushalt mit 2 992 049,93 Euro ab. Die allgemeinen Rücklagen beliefen sich zum Jahresende auf 1 901 009,76 Euro. Der Schuldenstand zum Ende des Haushaltsplanes betrug 3 556 783,91 Euro.

Der FC Kaltenbrunn erhält für den Austausch des Motors des Rasentraktors 600 Euro Zuschuss. Die Reparatur kostet 4000 bis 4500 Euro. Die SPD-Fraktion stellte den Antrag auf Beteiligung der Gemeinde an der interkommunalen Genossenschaft "NEW - Neue Energien West e.G". Die Räte kamen überein, einen Vertreter der Genossenschaft einzuladen, damit dieser das Projekt vorstellen kann.

Kein neues Geschäft

Zum Bürgerbegehren der Interessengemeinschaft Rathausneubau informierte Bürgermeister Windisch, dass der Gemeinderat im Juli den Platz von der ehemaligen Quelle bis hin zum Kriegerdenkmal als Standort für das neue Rathaus beschlossen habe. Stützmauern und eine Pfahlgründung seien nicht notwendig, wie von einigen in der Gemeinde behauptet werde. Max Adam (FWG) teilte mit, dass die Interessengemeinschaft die notwendigen Unterschriften für einen Bürgerentscheid erreicht habe. Noch vor Weihnachten werde die Liste bei der Gemeinde abgegeben.

Laut Windisch hat ein großflächiger Einzelhandelsbetrieb Interesse an einer Ansiedlung im Bereich Hauptstraße/Blütenstraße gegenüber dem bestehendem Supermarkt. Das in Frage kommende Grundstück gehört der BHS. Bei einer Ansiedlung wäre eine Bebauungsplanänderung notwendig.

Ihren Beschlussvorschlag stützte die Verwaltung auf eine Stellungnahme von Dr. Salm vom Büro Heinritz, Salm & Stegen, das im Zuge des integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts mit den wirtschafts- und sozialgeographischen Untersuchungen beauftragt ist. Diese Fachleute lehnen den Betrieb ab. Das bestehende Lebensmittelangebot in Weiherhammer in Form dreier größerer Lebensmittelmärkte decke den Bedarf räumlich und quantitativ gut ab.
Die Ansiedlung eines weiteren großflächigen Einzelhandels berge die Gefahr eines innerörtlichen Verdrängungswettbewerbes und somit einer Verschlechterung der wohnortnahen Versorgung durch den Wegfall eines bestehenden Betriebes.

Umstrittene Ablehnung

Mit diesem Vorschlag waren aber einige Räte nicht einverstanden. Dritter Bürgermeister Herbert Rudolph stellte die Frage, wie sicher die Zukunft der drei bestehenden Märkte sei. "Was ist, wenn einer dicht macht?" Max Adam und Anton Krapf gaben zu bedenken, dass einer der vorhandenen Märkte sich vielleicht einmal vergrößern wolle.

Einer Bebauungsplanänderung könne man sich nach Meinung einiger Räte nicht einfach verschließen. Die Diskussion wird in der nächsten Sitzung weiter gehen.

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