25.09.2017 - 20:32 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Offene Türen zum Firmenjubiläum: Tausende "stürmen" BHS

Weil der Weltmarktführer BHS 300-jähriges Firmenjubiläum und die Einweihung eines futuristischen Betriebsgebäudes feiert, öffnet er die Tore für die Bevölkerung. Über 10 000 Besucher lassen sich die einmalige Gelegenheit nicht entgehen.

Diesen Blick hat die Firmenleitung von BHS in Zukunft. Am Tag der offenen durften die Besucher vom obersten Stock des "Life-Cycle-Buildings"nach unten schauen
von Siegfried BühnerProfil

Weiherhammer und Umgebung standen am Sonntag im Zeichen des Tags der offenen Tür bei der BHS. Zufahrten waren gesperrt, die Anfahrt zum Firmengelände war nur mit einem der zahlreichen Shuttlebusse möglich. Sie starteten in 20-minütigem Abstand von mehr als zehn ausgewiesenen Parkflächen rund um Weiherhammer und in Weiden. Viele Besucher kamen auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß.

Nach zwei Stunden waren 5000 Menschen von der Eingangskontrolle erfasst worden. Im Organisationsbüro gab es daher nur freudestrahlende Gesichter. Das größte Interesse galt dem 65 Millionen Euro teueren "Life-Cycle-Building". Zeitweise war die Besucherschlange fast 100 Meter lang. Die Wartezeiten hielten sich trotzdem in Grenzen.

Blick in die Natur

"Großartig" oder "phänomenal" waren nur zwei Kommentare nach dem halbstündigen Rundgang. Zu sehen waren nicht nur die futuristische Architektur des Architekten Rico Sprenger, sondern auch modernste Bürostrukturen. Team- und Projektarbeiten prägen den Arbeitsablauf im Zeitalter von Industrie 4.0. Mobile Arbeitsplätze im Freiraumbüro, dazwischen Meeting-Points für Kurzbesprechungen und Konferenzräume, deren Mobiliar unterschiedlichste Stile aufweisen, wechseln sich ab. Ruhezonen, "Power Napping" im Firmenjargon genannt, ermöglichen Entspannung oder auch individuelles Arbeiten. Rundumbalkone umgeben alle vier Stockwerke über der Erdgeschoss-Ebene und ermöglichen den Blick in die Umgebung. In allen Gehbereichen sind Flachbildschirme installiert, auf denen Informationen zum Firmengeschehen zu lesen sind.

Eigenes Fitnessstudio

In den Konferenzräumen fällt der Blick direkt in die Montagehalle, damit "die Trennung zwischen Hand- und Kopfarbeit aufgehoben ist", wie es Unternehmenschef Christian Engel bei der Einweihungsfeier formuliert hatte (wir berichteten). Auch eine Mitarbeiterbibliothek ist vorbereitet. Wegen eines direkten Zugangs von den Arbeitsbereichen zum Firmenrestaurant brauchen die Mitarbeiter für die Mahlzeiten das Firmengebäude nicht zu verlassen. Für den körperlichen Ausgleich nach Arbeitsende sorgt ein eigenes Fitnessstudio mit Massagemöglichkeiten.

Für die Besucher war viel geboten. Eine kleine Ausstellung informierte über die Firmengeschichte. Im Überbetrieblichen Bildungszentrum (ÜBZO) konnten die Berufe für die Arbeitswelt von Industrie 4.0 einschließlich der digitalen Lernmethoden kennengelernt werden. Showbands, Foodtrucks, Luftballonweitflug, Gewinnspiele und Bobbycar-Parcours sorgten für unterhaltsame Stunden. Eigentlich sollte um 16 Uhr das Firmengelände geschlossen werden. Weiterhin ankommende Besucher sorgten dafür, dass das vorgesehene Ende des Besuchertags weit nach hinten geschoben wurde.

 

 

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