28.06.2017 - 20:00 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

"Khannesdog" in Woppenhof Drei Tage ausgiebig feiern

Das Fest des Jahres, der "Khannesdog", fand bei sehr heißen Temperaturen statt, und die Woppenhofer sorgten dafür, dass drei Tage lang ausgiebig gefeiert wurde. Nur das Johannisfeuer wurde wegen der anhaltenden Trockenheit aus Sicherheitsgründen nicht entzündet.

Die kirchliche Fahne mit dem Motiv Taufe Jesus durch Johannes wurde von der Woppenhofer Feuerwehr mitgetragen. Bild: sl
von Sieglinde SchärtlProfil

Wernberg-Köblitz/Woppenhof. Das Fest begann mit dem Abendgottesdienst am Freitag und Pfarrer Markus Ertl war über die vielen Gläubigen erfreut. Im Feuerwehstodl hieß es anschließend mit DJ Rays "Rockt der Stodl". Über 300 Besucher waren dabei, und viele ließen sich auch vor dem Stodl mitreißen. Mit den Schwalben hievten die Woppenhofer am Samstag den fast 30 Meter hohen Baum auf dem Dorfplatz in die Höhe. Nur ein wenig wurden sie vom Bulldog, den Johann Zitzler führte, unterstützt. Da der Stamm sehr stark war und der Wind enorm ging, war es nicht ganz einfach, die Birke, die mit Eichlaub und einem Kranz geschmückt war, aufzustellen. Die Woppenhofer Frauen waren es, die den Kranz banden und den Baum, den Josef Schwabl aus Preppach spendierte hatte, schmückten. Unter den Helfern waren auch fünf Namenstagsfeiernde. Kommandant Wolfgang Schmauß führte Regie und alles klappte bestens. Anschließend gabs für alle eine flüssige Stärkung.

Gäste in Scharen

Während am Samstagabend verschiedene Volksmusiker beim Musikantenstammtisch für alle "Hans'n" aufspielten, sorgten die "Bayrischen 3" am Sonntag Abend für Stimmung. Die Gäste kamen an den drei Tagen und Abenden in Scharen, um das kirchliche und weltliche Fest mit zu feiern.

Am Sonntag nach dem Standkonzert begann der Patroziniums-Gottesdienst auf dem Kirchplatz vor dem Friedhofseingang. Am Freialtar zelebrierte Pfarrer Markus Ertl den Festgottesdienst mit zahlreichen Gläubigen, darunter viele Vereine und Vertreter aus Kirche und Politik.

Nach der Lesung, vorgetragen von Anita Kiener, ging der Pfarrer in der Predigt auf das Leben des Kirchenpatrons, Johannes dem Täufer, ein: "Durch die Taufe haben wir den Auftrag bekommen für Jesus Zeugnis zu geben. Auch in der heutigen Zeit sollten wir den Mut haben, dies zu bezeugen und uns an Christus zu orientieren. Johannes hat den Menschen nicht nach den Mund geredet und somit soll auch der Patron von Woppenhof ein Vorbild für uns sein." Der Gottesdienst wurde von den "Naabtaler Musikanten" umrahmt, die zuvor beim Standkonzert schon zu hören waren. Nach der Messfeier formierte sich die Prozession mit dem Baldachin, darunter Pfarrer Ertl mit der Monstranz, den örtlichen Vereinen und aus den Nachbarorten, den kirchlichen und politischen Vertretern sowie zahlreichen Gläubigen zu den Altären durch den Ort.

Feuerwehrvorsitzender Albert Lindner, auch in Funktion als Mesner und Kirchenpfleger, stellte beim Frühschoppen erfreut heraus, dass auch diesmal wieder sehr viele zum "Dreitagesfest" gekommen waren: "Nur mit dem Zusammenhelfen aller ist dieses Fest möglich."

Für Bürgermeister Georg Butz war es in seiner Amtszeit der letzte Khannestag - das gab er auch zu verstehen, und er hatte mit seinem Markträten auch die nominierten Nachfolger Konrad Kiener und Alexander Werner dabei.

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