Die nächsten Schritte zum Baugebiet "Kreuzäcker III" - Kompromisse bei der Erschließung
Platz für individuelle Wünsche

Der Marktrat beschäftigte sich mit dem Vorentwurf für das neue Baugebiet "Kreuzäcker III". Die Hanglage bietet einen reizvollen Ausblick. Bild:Völkl
Lokales
Wernberg-Köblitz
17.04.2013
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Es ist ein reizvolles Baugebiet, wenn auch die topografische Lage die Erschließung zu einer kleinen Tüftelei macht: das zwei Hektar große Baugebiet "Kreuzäcker III."

415 000 Euro hat der Marktrat heuer im Haushalt für Grunderwerb und Planung vorgesehen. Der erste Entwurf war dem Gremium im Januar von Ingenieur Michael Wagner präsentiert worden. Zur besseren Flächenaufteilung wurde nun noch eine Eckabrundung vorgenommen. Die 18 Parzellen haben eine Größe zwischen 800 und 1282 Quadratmetern.

Mancher der Markträte hätte sie sich kleinere Grundstücke gewünscht. Doch da etliche Grundstücke wegen der Baumfällgrenze am Rand des Baugebiets ziemlich tief sind, wäre bei einer Verkleinerung kein vernünftiger Zuschnitt mehr möglich gewesen, beantwortete Wagner eine entsprechene Frage von Marktrat Helmut Ries. Bürgermeister Georg Butz brachte zur Größe auch einen Interessenten ins Spiel, der zwei Grundstücke zusammenlegen möchte.

Mit Wendehammer

"Kreuzäcker III" wird mit einer sieben Meter breiten Straße erschlossen, die in einen Wendehammer mündet. Zwischen dem neuen und dem bestehenden Baugebiet ist ein befestigter fußläufiger Verbindungsweg vorgesehen.
Gerhard Bäumler regte an, ihn einen Meter breiter zu machen, um einen befahrbaren Ringschluss zu erhalten. Immerhin müssen auch Baufahrzeuge zu den Häusern gelangen. Doch dieser eine Meter würde sich auf die Gesamterschließung des Areals, auf die Parzellierung ungünstig auswirken, erläuterte Wagner. Zudem sei der Wendehammer für große Müllfahrzeuge ausgelegt. Theo Büchner konnte der Variante, "dass hier kein kleiner Nürburgring entsteht", durchaus Positives abgewinnen.

Ein Vorteil des neuen Baugebiets liegt in der variablen Gestaltung. Der Bauherr ist bei Firstrichtung, Anordnung im Baufenster und Dachform völlig frei. Ob Bauhausstil, kubische Form oder Toskana-Stil - es gibt keine Einschränkung. "Jede Zeit hat ihren eigenen Stil", meinte Wagner zu Georg Schlögls Anregung, dass die Baugebiete miteinander harmonieren sollten. Für Alexander Werner ist das Bauen nach eigenem Geschmack bei ansiedlungswilligen Familien oft ein entscheidender Standortfaktor.

Anzahl der Wohnungen?


Die Häuser können dreigeschossig (U+E+D) gebaut werden. Noch abzuklären hat der Marktrat die Zahl der zugelassenen Wohnungen, hat dies doch Auswirkungen auf die Stellplatzsituation. Marktrat Bernhard Hagn sprach noch das Thema "Bodengutachten" an. Das würde auch Wagner befürworten. Da im Boden wenig versickert, werden wohl entsprechende Rückhaltebereiche erforderlich. Mit dem Vorentwurf werden sich nun die Fraktionen auseinandersetzen. Michael Wagners Rat: Man sollte nur festsetzen, "was man auch willens ist, es nachher durchzusetzen".

Für den Flächennutzungs- und Bebauungsplan sind Grünordnungsplan, Eingriffsbilanzierung, artenschutzrechtliche Prüfungen und Umweltbericht erforderlich. Das Landschaftsarchitekturbüro Blank aus Pfreimd liefert dieses "Paket" für 2737 Euro. Das Ingenieurbüro Schultes aus Grafenwöhr wurde mit den entsprechenden Leistungsphasen zur Fertigung des Bebauungsplanes beauftragt.
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